Drei Tote bei Lehrer-Kundgebung in Mexiko

20. Juni 2016, 06:35
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Polizei bestreitet den Einsatz von Schusswaffen – Proteste gegen Bildungsreformen von Präsident Nieto

Oaxaca – Bei gewaltsamen Zusammenstößen zwischen protestierenden Lehrern und der Polizei sind am Sonntag in Mexiko mindestens drei Menschen getötet und mehr als 40 weitere verletzt worden. Nach Angaben von Sicherheitsbehörden fielen Schüsse, als die Polizei in der Ortschaft Asunción Nochixtlán im Bundesstaat Oaxaca versuchte, eine von einer Lehrergewerkschaft organisierte Straßenblockade aufzulösen.

Unklar war zunächst, wer die Schüsse abfeuerte. Die Nationale Sicherheitskommission bestritt, dass die Beamten scharfe Waffen eingesetzt hätten. Die Beamten seien ohne Schusswaffen zu dem Einsatz erschienen. 21 der Verletzten seien Polizisten, einige von ihnen hätten Schussverletzungen davongetragen. In mexikanischen Medien kursierten allerdings Fotos, die bewaffnete Polizisten bei dem Einsatz zu zeigen schienen.

"Die Schüsse kamen von Unbekannten und hatten mit der Blockade nichts zu tun", hieß es in einer Erklärung der Sicherheitskommission. Die unbekannten Schützen hätten das Ziel verfolgt, "Unruhen auszulösen", hieß es weiter.

Zu der Protestkundgebung hatte die Lehrergewerkschaft CNTE aufgerufen. Sie macht derzeit massiv gegen die Bildungsreformen von Präsident Enrique Pena Nieto mobil. Die Reform sieht vor, die Leistungen von Lehrern regelmäßig individuell auf den Prüfstand zu stellen. (APA, 20.6.2016)

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