Schweiz folgt Frankreich mit 0:0 ins Achtelfinale

    19. Juni 2016, 23:13
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    Das Duell auf skandalös schlechtem Rasen war eine Nullnummer der spektakuläreren Sorte

    Lille – So nach einem Viertelstündchen in Lille stellte sie sich kurz ein, die Leichtigkeit des Seins, die dem Fußball so guttut, überhaupt, da die EM schon zu einer Abfolge ballesterischer Schwerstarbeit zu verkommen schien. Gastgeber Frankreich war der Einzug ins Achtelfinale vor dem Duell mit der Nati nicht mehr zu nehmen. Und weil die Schweizer, die noch einen Punkt für das sichere Weiterkommen benötigten, diesen nicht ermauern wollten, entwickelte sich, was landläufig Schlagabtausch genannt wird. Wobei die Équipe tricolore öfter ausholte, weil Paul Pogba, die Juve-Preziose, Brillanz zu zeigen wild entschlossen war – auf einer angeblich mit grüner Farbe gepimpten Wiese, deren Qualität jeder Beschreibung spottete.

    Ein Schuss Pogbas tropfte auf die Querlatte (12.), eine Minute später rettete der Schweizer Goalie Yann Sommer grandios gegen den 23-Jährigen, der noch einen weiteren Ball krachend an die Latte setzte (17.). Auch schon die Schweizer Führung hatte Pogba nach einem Corner von Xherdan Shaqiri nur fast erzielt. Ausgerechnet der Schweizer Johan Djourou "klärte" quasi auf der Linie liegend (8.).

    Auch wenn die Eidgenossen die Situation mit viel Laufarbeit wieder in den Griff bekamen, blieb die Partie noch lange lebhaft, so lebhaft, dass einmal sogar Beau Jeu, der Ball, unter eifrigen Stollen daran glauben musste. Der Chancenreichtum war jedoch dahin, weshalb Frankreichs Coach Didier Deschamps Stürmer Dimitri Payet brachte. Aber der neue Volksheld setzte den Ball nach einem raumöffnenden Konter und Traumflanke von Moussa Sissoko volley auch nur an die Latte (75.).

    Den Schweizern drohte die Kraft auszugehen. Aber im Gegensatz zu den ersten beiden Spielen, in denen sie jeweils sehr spät getroffen hatten, konnten die Franzosen das vollkommene Glück diesmal nicht erzwingen. (lü, 19.6.2016)

    EM-Gruppe A, 3. Runde, Sonntag

    Schweiz – Frankreich 0:0
    Lille, Stade Pierre-Mauroy, 45.600 Zuschauer, SR Skomina (SLO)

    Schweiz: Sommer – Lichtsteiner, Schär, Djourou, Rodriguez – Behrami, G. Xhaka – Shaqiri (79. Fernandes), Dzemaili, Mehmedi (86. Lang) – Embolo (74. Seferovic)

    Frankreich: Lloris – Sagna, Rami, Koscielny, Evra – Sissoko, Cabaye, Pogba – Coman (63. Payet), Gignac, Griezmann (77. Matuidi)

    Gelbe Karten: keine bzw. Rami, Koscielny

    Stimmen:

    Vladimir Petkovic (Trainer Schweiz): "Wir warten ab, gegen wen wir spielen werden – dann werden wir bereit sein. Wir können mit starken Gegnern mithalten und haben noch etwas Zeit, uns zu verbessern."

    Didier Deschamps (Trainer Frankreich): "Wir hatten Möglichkeiten, haben dreimal die Latte getroffen. Wir haben unser Ziel erreicht. Die Schweiz war technisch gut, aber wir hatten die besseren Gelegenheiten. Ich bin nicht blind, wir können sicher noch besser spielen."

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      Die Schweiz (im Bild Breel Embolo) hatte an Paul Pogba zeitweilig sehr schwer zu tragen.

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      Einige Trikots der Schweizer bestanden den Reißtest der Franzosen nicht. So zum Beispiel das Leiberl von Granit Xhaka.

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