Murray triumphiert in Queens, Mayer in Halle

19. Juni 2016, 19:39
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Andy Murray hat zum fünften Mal das Wimbledon-Vorbereitungsturnier im Londoner Queens Club gewonnen und damit einen Rekord aufgestellt. Der topgesetzte Schotte ließ sich am Sonntag im Finale gegen den an Nummer drei gesetzten Kanadier Milos Raonic auch vom Verlust des ersten Satzes nicht aus der Ruhe bringen und entschied das Duell nach 2:14 Stunden mit 6:7 (5:7), 6:4, 6:3 für sich.

Der Weltranglistenzweite Murray löste damit eine Gruppe von acht Spielern ab, die das Traditionsturnier im Londoner Westen jeweils viermal gewonnen hatten. Zu diesem illustren Kreis gehört auch Deutschlands Tennis-Idol Boris Becker. Erstmals hatte dieser 1985 in Queens triumphiert, ehe er im Anschluss auch erster deutscher Wimbledonsieger geworden war. Diesen "Doppelsieg" schaffte Murray 2013 ebenfalls.

Gegen Aufschlag-Kanonier Milos Raonic war Andy Murray der Niederlage schon nahe. Nach dem verlorenen ersten Satz lag der 29-Jährige in Durchgang zwei bereits 0:3 zurück, drehte das Match aber mit seinem unbändigen Kampfgeist. Für Murray war es bereits der 37. Turnier-Sieg auf der ATP-Tour seit seinem Premieren-Titel 2006 im kalifornischen San Jose.

Florian Mayer hat beim Rasenturnier in Halle seinen zweiten Titel auf der ATP-Tour gewonnen. Der 32-jährige Deutsche, der nach mehreren Verletzungen in der Weltrangliste weit zurückgefallen war, setzte sich im Finale gegen Landsmann Alexander Zverev (19) nach 1:55 Stunden mit 6:2, 5:7, 6:3 durch. Es war erst das zweite deutsche Finale der 24-jährigen Turniergeschichte.

Zverev muss somit weiter auf seinen ersten Triumph auf der Profitour warten. Der Teenager hatte im Mai in Nizza auf Sand sein erstes Finale gegen Dominic Thiem verloren. Trotz der Niederlage wird Zverev ab Montag unter den besten 30 Spielern der Welt geführt und gehört in Wimbledon (ab 27. Juni) erstmals zu den 32 gesetzten Spielern.

Mayer springt von Platz 192 am Montag auf Rang 80. Seinen ersten Titel hatte der langjährige Davis-Cup-Spieler im September 2011 in Bukarest gewonnen. Für den Sieg bei den Gerry Weber Open kassiert er 386.925 Euro Preisgeld, Zverev darf sich mit 181.720 Euro trösten.

Im Halbfinale am Samstag hatten beide überrascht: Mayer gewann deutlich gegen den Weltranglistensiebten Thiem, Zverev feierte in drei Sätzen gegen Rekordsieger Roger Federer (Schweiz) seinen ersten Sieg über einen Top-Ten-Spieler. (sid, 19.6.2016)

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