Prölls Schiff bei Sonnwendfahrt in der Wachau gerammt

19. Juni 2016, 11:12
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Keine Verletzten, aber Sachschaden

Dürnstein – Bei der traditionellen Schiffsfahrt anlässlich der Sommersonnenwende in der Wachau ist es am späten Samstagabend zu einem Zwischenfall gekommen. Das Schiff des niederösterreichischen Landeshauptmanns Erwin Pröll (ÖVP) mit zahlreichen Prominenten an Bord wurde von einem zweiten Schiff gerammt. Verletzte gab es nach Angaben der Eigentümerin keine, allerdings entstand Sachschaden im Eingangsbereich.

Der Vorfall habe sich beim Konvoi mit mehr als einem Dutzend Schiffen auf der Höhe von Dürnstein ereignet, sagte Barbara Brandner, Geschäftsführerin der Brandner Schifffahrt und Eigentümerin der von Pröll gecharterten MS Austria. Die MS Schönbrunn habe Prölls Schiff "im Eingangsbereich touchiert" weil sie Probleme mit der Steuerung gehabt habe.

Ein spürbarer Rumms

"Es gab einen deutlich spürbaren 'Rumms', man musste sich anhalten, Gläser stürzten um..." So schilderte NÖ Feuerwehrsprecher Franz Resperger auf APA-Anfrage, wie er den Zwischenfall bei der Sonnwend-Schiffsfahrt am Samstagabend vor Dürnstein in der Wachau erlebt hatte. Ein anderes Schiff war offenbar aufgrund eines technischen Gebrechens der "stehenden" MS Austria aufgefahren.

Per Durchsage wurde den Gästen mit Landeshauptmann Erwin Pröll (ÖVP) an Bord mitgeteilt, was passiert war, und dass man sich keine Sorgen machen brauche, so Resperger. Alle seien ruhig geblieben: "Es gab keine Panik".

Schaden wird begutachtet

Sonntagfrüh war die MS Austria der Brandner Schifffahrt bereits am Weg in die Schiffswerft Linz, wo die im Eingangsbereich entstandenen Schäden begutachtet werden, sagte Barbara Brandner. Die MS Schönbrunn befinde sich noch in Dürnstein, wo die Unfallaufnahme durch die Schifffahrtspolizei erfolge.

Wesentlich sei, dass nur Sachschaden entstand, betonte Brandner. Es habe zu keiner Zeit Gefahr bestanden: "Unsere Mannschaft hat erstklassig reagiert."

Durch den Anprall barsten zwei Scheiben im laut Brandner "relativ abgegrenzten" Eingangsbereich, außerdem wurde eine Winde an der Steuerbordseite beschädigt. Deshalb legte das Schiff dann in Krems nicht "normal" an, sondern der Kapitän fuhr "über Heck" zu, also "mit dem Bug zu Tal", erläuterte Barbara Brandner. Sie sprach von einem außerordentlichen Manöver bei außerordentlichen Bedingungen, weil die Donau aufgrund erhöhter Wasserführung eine hohe Strömungsgeschwindigkeit aufwies. Die Gäste konnten in der Folge ungehindert an Land gehen. (APA, 19.6.2016)

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