Cyberangriffe in IS-Namen von russischen Hackern verübt

18. Juni 2016, 15:38
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Magazin beruft sich auf Erkenntnisse deutscher Sicherheitsbehörden

Cyberattacken im Namen der Jihadistengruppe "Islamischer Staat" (IS) werden einem Bericht des "Spiegel" zufolge vermutlich von russischen Hackern verübt. Der IS sei nach Erkenntnissen deutscher Sicherheitsbehörden bisher nicht in der Lage, komplexe Spionage- oder Sabotageangriffe im Netz zu starten, berichtete das Hamburger Nachrichtenmagazin am Samstag.

Verdacht im April aufgekommen

Etliche Indizien sprächen dafür, dass die Angriffe von Hackern des Kreml verübt worden seien. Dieser Verdacht war auch im April 2015 aufgekommen. Nach dem groß angelegten Hackerangriff auf den frankophonen Fernsehsender TV5 Monde richteten sich die Ermittlungen schnell gegen eine Gruppe russischer Hacker. Diese hatte es französischen Medienberichten zufolge in der Vergangenheit auch auf die Informationssysteme des Weißen Hauses, von NATO-Mitgliedern sowie von russischen Dissidenten und ukrainischen Aktivisten abgesehen.

Zentralkommando der US-Streitkräfte

Laut "Spiegel" könnten auch Angriffe auf das Zentralkommando der US-Streitkräfte Anfang 2015, auf das US-Außenministerium und saudi-arabische Sicherheitsbehörden in diesem Frühjahr tatsächlich in russischem Auftrag erfolgt sein. Die deutschen Sicherheitsbehörden gingen davon aus, dass die russischen Geheimdienste insgesamt mehr als 4.000 "Cyber-Agenten" befehligen.

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