James gegen Curry: Showdown um den Titel

18. Juni 2016, 13:39
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Vollendet "King James" die historische Aufholjagd? Vorhang auf für ein letztes Wahnsinns-Spiel

Oakland (Kalifornien) – Das entscheidende NBA-Finalspiel elektrisiert die Massen und hat für einen Rekord gesorgt. 49.500 Dollar (44.000 Euro) zahlte ein Prominenter für zwei Tickets in der ersten Reihe am Spielfeldrand, um das siebente Duell zwischen Titelverteidiger Golden State Warriors und den Cleveland Cavaliers in der Nacht auf Montag (2 Uhr, MESZ, live im Stream auf spox.com) in Oakland live mitzuerleben.

Es ist auch das Duell der Superstars: Stephen Curry gegen LeBron James. "Do or die": An markigen Sprüchen fehlt es vor dem Alles-oder-nichts-Spiel nicht. Die Warriors haben mit Heimvorteil scheinbar eine gute Ausgangssituation. "Wenn mir jemand vor der Saison gesagt hätte, dass wir ein Spiel sieben bekommen und die Meisterschaft zu Hause gewinnen können, hätte ich das jederzeit angenommen", sagte Trainer Steve Kerr.

Momentum bei Cleveland

Doch die Vorzeichen sehen nicht ganz so gut aus. Golden State führte in der "best of seven"-Serie bereits mit 3:1 und schien durch zu sein. Aber Cleveland, angeführt vom überragenden James, glich aus. "Wir waren schon fast draußen. Spiel sieben. Die zwei besten Worte überhaupt. Ich kann es kaum erwarten. Wir werden alles geben, die Warriors aber auch", sagte James.

Den Warriors hingegen machte die Niederlage in Spiel sechs offensichtlich zu schaffen. Currys emotionaler und 25.000 Dollar teurer Aussetzer, bei dem er seinen Mundschutz in Richtung Zuschauer warf, war sinnbildlich: Der Superstar spielt momentan nicht dieselbe Rolle wie vor den Finalspielen.

In der regulären Saison erzielte er im Schnitt 30 Punkte pro Spiel bei einer überragenden Trefferquote von 50 Prozent. In der Finalserie waren es bisher nur 23,5 Punkte bei 42 Prozent Erfolgsquote. Das sind keine schlechten Werte. Aber von dem "Killer mit dem Babyface" ist man gewohnt, dass er das Spiel der Warriors entscheidend beeinflusst.

Monsterblock: Mann gegen Kind

Curry macht auch die aggressive und konzentrierte Defensive der Cavaliers zu schaffen. Im dritten Viertel von Spiel sechs wurde es in der Arena in Cleveland in einer Szene besonders laut: Als James einen Korbleger von Curry blockte und ihm danach ein paar Worte mit auf den Weg gab. Die Aktion hatte Symbolcharakter: James, der in der entscheidenden Phase der Serie Top-Leistungen abruft, stoppte den wertvollsten Spieler der regulären Saison.

Zusätzlich muss Golden State auch in Spiel sieben auf den für die Defensive so wichtigen Center Andrew Bogut verzichten, der sich im fünften Aufeinandertreffen verletzt hat. Andre Iguodala, der ebenfalls ein guter Verteidiger ist, hatte im vergangenen Spiel mit Rückenproblemen zu kämpfen. Cleveland hat mit seinem überragenden Superstar James also alle Chancen, sich für die Finalniederlage gegen die Warriors im vergangenen Jahr zu revanchieren.

Nur die Historie spricht gegen die Cavs und LeBron: Noch kein Team in der Geschichte der NBA-Finals konnte nach einem 1:3 noch die Serie gewinnen. (APA, 18.6.2016)

  • Sollte LeBron James (l.) gegen Steph Curry und die Warriors gewinnen, muss man die Frage nach dem größten Basketballspieler aller Zeiten neuerlich stellen. Warum? Auch deswegen: Die unfassbare Statistik von LeBron in sechs Finalspielen – 30,2 Punkte, 11,3 Rebounds, 8,5 Assists, 51 % FG, 40 % 3FG im Schnitt.
    foto: apa/afp/getty images/jason miller

    Sollte LeBron James (l.) gegen Steph Curry und die Warriors gewinnen, muss man die Frage nach dem größten Basketballspieler aller Zeiten neuerlich stellen. Warum? Auch deswegen: Die unfassbare Statistik von LeBron in sechs Finalspielen – 30,2 Punkte, 11,3 Rebounds, 8,5 Assists, 51 % FG, 40 % 3FG im Schnitt.

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