Mindestens fünf Tote bei Protesten in Venezuela

17. Juni 2016, 23:56
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Händler bei Plünderungen erschossen

Caracas – Bei Plünderungen und Protesten gegen die schlechte Versorgungslage in Venezuela sind bisher mindestens fünf Menschen ums Leben gekommen. Am Freitag erhob die Generalstaatsanwaltschaft Anklage gegen einen Polizisten, der bei Plünderungen in einem Einkaufszentrum in der Stadt Cumana in der Region Sucre im Osten des Landes einen Händler erschossen haben soll.

Dort sei die Versorgungslage alarmierend, sagte die oppositionelle Abgeordnete Milagros Paz. Es gebe kaum Lebensmittel, und zahlreiche Geschäfte seien geschlossen. Bei Unruhen in Sucre kamen damit drei Menschen ums Leben, in der Hauptstadt Caracas und der Region Tachira wurde jeweils ein Mensch getötet.

Wegen jahrelanger Misswirtschaft und Devisenmangels fehlt es in dem Land mit den größten Ölreserven der Welt an Lebensmitteln und Dingen des täglichen Bedarfs. Vor den Supermärkten bilden sich regelmäßig lange Schlangen. (APA, 17.6.2016)

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