Das Indie-Game der Woche: "House of the Dying Sun"

18. Juni 2016, 11:00
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Luftschlachten im Universum machen den Scifi-Weltraumkampf zum – leider etwas kurzen – Hochgenuss

Wenn das Uralt-Weltraumkampfspiel "TIE Fighter" genannt wird, spitzen Auskenner die Ohren: Seit 1994 konnte nach Meinung von Puristen kein Spiel mehr die Klasse des Star-Wars-Originals erreichen. Mit "House of the Dying Sun" (WIndows, VR ab 17,99 Euro) macht sich ein ambitioniertes Ein-Mann-Projekt daran, den Geist des kultigen Urvaters in die Gegenwart zu holen. Und das gelingt auf beeindruckende Weise: Als Anführer einer Flotte des auf Blutrache sinnenden stellaren Kaiserreichs steuern Spielerinnen und Spieler kleine und große Raumschiffe in den Kampf gegen abtrünnige Lords.

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Video: Trailer zu "House of the Dying Sun"

Atmosphärischer Minimalismus

Schon wie die düstere Vendetta-Geschichte erzählt wird, zeugt von Selbstbewusstsein: Statt bombastischer Videosequenzen vertraut "House of the Dying Sun" von der ersten Sekunde an auf einen Minimalismus, der umso atmosphärischer ist. Blutrache braucht eben wenig erzählerischen Schnickschnack, und auch spielerisch geht es sofort zur Sache.

Im Cockpit eines aus der Flotte auswählbaren Kampfraumschiffs erweist sich der akrobatische Luftkampf gegen Jäger und riesige Mutterschiffe als perfekte Mischung aus Simulation und Action. Die Kampagne führt dabei von Mission zu Mission, durch Upgrades und ein simples Erfahrungssystem lassen sich Schiffe sowie KI-Kollegen langsam aufrüsten. Style und Design von Feinden und vor allem der farbenfrohe Kosmos lassen die eigentlich technisch unspektakuläre Grafik ebenso vergessen wie das großartige Sounddesign.

Video: "House of the Dying Sun" in Aktion

Kurz, aber großartig

Schade nur, dass die atemlose Rachestory schon nach etwa fünf Stunden an ein Ende kommt: "House of the Dying Sun", ursprünglich während der Entwicklung "Enemy Starfighter" benannt, verzichtet auf die eigentlich geplanten Zufallsmissionen und setzt stattdessen auf wiederholtes Durchspielen der abwechslungsreichen Missionen in drei Schwierigkeitsgraden.

Der "Early Access"-Status ist Spiel kaum mehr anzumerken, im Sommer, bei finalem Release, soll ein "Wave-clear-Modus" für Herausforderungen abseits der Kampagne sorgen.. Auf Freunde der Space-Combat-Simulation mit und ohne Virtual-Reality-Ausstattung wartet schon jetzt ein großartiger, wenn auch – noch – etwas kurzer Ausflug in die unendlichen Weiten des Spiele-Alls. (rs, 18.6.2016)

"House of the Dying Sun" ist für Windows-PC erschienen und unterstützt VR-Systeme. UVP: ab 17,99 Euro.

Hinweis im Sinne der redaktionellen Leitlinien: Das Testmuster wurde vom Hersteller zur Verfügung gestellt.

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House of the Dying Sun

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    bild: house of the dying sun
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