Microsoft entdeckt das Marihuana-Business

17. Juni 2016, 13:57
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Partnerschaft mit Start-up bekanntgegeben – bieten gemeinsam Software für Cannabis-Tracking

Nachdem der Verkauf von Marihuana in ersten US-Bundesstaaten bis zu einem gewissen Grad legalisiert wurde, steigt nun auch Microsoft ein. Gemeinsam mit dem Start-up Kind bietet der Konzern nun Software für den Wachstumsmarkt. Es ist das erste große Unternehmen, das sich in die Branche vorwagt.

Tool für Behörden

Mit dem Tool, das von Kind entwickelt wurde und über Microsofts Cloud-Plattform Azure angeboten wird, soll der Verkauf von "seed to sale" (Saat bis Verkauf) überwacht werden, berichtet die "New York Times". Das Produkt richtet sich allerdings nicht an die Produzenten oder Verkäufer selbst – das dürfte auch für Microsoft noch zu heiß sein – sondern an die Behörden. Sie sollen damit sicherstellen können, dass sich alles im legalen Bereich abspielt. Microsofts Beteiligung wird dennoch als wichtige Unterstützung für die junge Branche gewertet.

Microsoft-Managerin Kimberly Nelson, geht davon aus, dass der Markt noch signifikant wachsen wird. In den USA gibt es eine zunehmende Akzeptanz für die medizinische Nutzung von Marihuana. Zudem ist der Konsum von Marihuana als Freizeitdroge in den Bundesstaaten Colorado, Alaska und Washington legal. Im Herbst stimmen auch die Wähler im bevölkerungsreichsten Bundesstaat Kalifornien über eine entsprechende Gesetzesänderung ab.

Laut den Analysten von Arcview Market Research brachten legale Marihuana-Produkte in USA im vergangenen Jahr 5,4 Milliarden US-Dollar ein. Bis 2020 soll der Umsatz auf 22,8 Milliarden Dollar steigen. (red, APA, 17.6.2016)

  • Microsoft ist das erste große Unternehmen, das Software für das Marihuana-Geschäft anbietet – wenngleich auch nur für Behörden.
    foto: apa/afp/--/raul arboleda

    Microsoft ist das erste große Unternehmen, das Software für das Marihuana-Geschäft anbietet – wenngleich auch nur für Behörden.

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