Frankreich trauert um ermordetes Polizistenpaar

17. Juni 2016, 13:48
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Staatschef Hollande würdigte Tote als "Helden des Alltags"

Versailles – Mit einer Trauerfeier hat Frankreich Abschied von dem am Montag von einem Islamisten ermordeten Polizistenpaar genommen. Staatschef Francois Hollande würdigte die beiden Toten am Freitag bei der feierlichen Zeremonie in Versailles als "Helden des Alltags" und nahm sie posthum in die französische Ehrenlegion auf. Die tödliche Messerattacke sei ein Angriff auf ganz Frankreich gewesen, so Hollande.

Der französische Islamist Larossi Abballa hatte am Montagabend im Pariser Vorort Magnanville den Polizisten Jean-Baptiste Salvaing und dessen Lebensgefährtin Jessica Schneider, Verwaltungsangestellte in einem Polizeirevier, mit Messerstichen getötet. Dabei bekannte sich der 25-Jährige zur Jihadistenmiliz "Islamischer Staat" (IS) und rief in einem Internet-Video zu weiteren Anschlägen auf. Die Attacke drei Tage nach Beginn der Fußball-EM sorgte in Frankreich für Entsetzen.

"Angriff auf die Republik"

An der Trauerfeier vor der Präfektur nahe dem berühmten Schloss von Versailles nahmen die Familien der Ermordeten, Hunderte Kollegen und eine Reihe von Ministern teil. "Das doppelte Verbrechen von Magnanville ist ein Angriff auf die Republik und auf jene, deren Aufgabe es ist, sie zu verteidigen", sagte Hollande in seiner Ansprache. Der 42-jährige Salvaing und die 36-jährige Schneider seien "Opfer eines hasserfüllten Terroristen" geworden.

In seiner Rede kündigte Hollande auch neue Maßnahmen an, um die Anonymität von Polizisten "und damit ihren Schutz" zu gewährleisten. Genauere Angaben machte der Präsident dazu nicht. Bereits am Mittwoch war der beiden Toten mit Schweigeminuten in den französischen Polizeirevieren und im Pariser Innenministerium gedacht worden. (APA, 17.6.2016)

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    foto: reuters/philippe wojazer
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