Ungarn vs. Island: Duell der Überraschungsteams

17. Juni 2016, 12:50
26 Postings

Ungarn kann mit einem Sieg gegen Island den Aufstieg ins Achtelfinale fixieren

Marseille – Nach dem 2:0-Auftakterfolg über Österreich kann Ungarn bereits am Samstagabend (18.00 Uhr, Live-Ticker auf derStandard.at) in Marseille mit einem Sieg über Island den Einzug ins Achtelfinale der Fußball-EM perfekt machen. Die Nordmänner sind der Lieblingsgegner der Magyaren, haben sie doch die jüngsten fünf direkten Duelle allesamt gewonnen. "Uns erwartet ein sehr schweres Spiel", warnte aber Ungarns Co-Trainer Andreas Möller.

Auch für das ÖFB-Team ist der Ausgang der Partie von Bedeutung: Denn sollten die Isländer ihren Negativlauf beenden und nach dem überraschenden 1:1 gegen Gruppe-F-Favorit Portugal den ersten EM-Sieg feiern, dann würde Österreich im Falle einer Niederlage im anschließenden Match (21.00 Uhr) in Paris gegen die Portugiesen bereits vorzeitig aus dem Achtelfinalrennen sein.

Der bisher letzte isländische Sieg gegen die Ungarn liegt jedoch bereits mehr als 21 Jahre zurück: Am 11. Juni 1995 gab es in Reykjavik einen 2:1-Heimsieg zu feiern. Die Gesamtbilanz lautet 7:3-Siege (Torverhältnis 21:10) für Ungarn, kein einziges der bisherigen zehn Duelle brachte ein Remis. Zuletzt setzte sich das ungarische Team am 10. August 2011 in einem Freundschaftsspiel in Budapest gleich mit 4:0 durch.

Island mit Selbstvertrauen

Islands Trainer Heimir Hallgrimsson drängte die Ungarn mit Verweis auf den Auftaktsieg über David Alaba und Co. in die Favoritenrolle. "Man kann sehen, wie sie sich als Team entwickelt haben. Sie verfügen über ein wirklich kompaktes und solides Kollektiv, das bekannt für seine starke Defensive ist. Doch gegen Österreich hat man auch gesehen, wie stark sie im Angriff sind. Das ganze Lob gebührt Bernd Storck und seinem Betreuerteam", pries der 49-jährige den deutschen Cheftrainer des Gegners.

Um auch gegen die Ungarn zu punkten, müsse seine Mannschaft deshalb nahtlos an die tolle Leistung gegen Portugal anschließen. "Gegen das stärkste Team in der Gruppe ein Unentschieden zu erreichen sollte uns einen massiven Schub an Selbstvertrauen geben. Unsere Defensive war fantastisch, wir waren gut organisiert und haben wirklich hart gearbeitet", geriet Hallgrimsson erneut ins Schwärmen.

Im Erfolgsfall würde sich der isländische Nationalfeiertag vom Freitag – am 17. Juni 1944 wurde die Republik Island ausgerufen – verlängern. "Die Fans werden im Gegensatz zu uns bereits am Freitag feiern. Hoffentlich können wir dann nach dem Spiel mit ihnen feiern", sagte Islands Stürmer Johann Gudmondsson. (APA, red, 17.6.2016)

Gruppe F, 2. Runde:

Island – Ungarn (18.00 Uhr, Marseille, Stade Velodrome, SR Karasew/RUS)

Island: 1 Halldorsson – 2 Saevarsson, 6 R. Sigurdsson, 14 Arnason, 23 Skulason – 7 Gudmundsson, 17 Gunnarsson, 10 G. Sigurdsson, 8 B. Bjarnason – 15 Bödvarsson, 9 Sigthorsson

Ersatz: 12 Kristinsson, 13 Jonsson – 3 Hauksson, 4 Hermannsson, 5 Ingason, 19 Magnusson, 21 Traustason, 18 E. Bjarnason, 16 Sigurjonsson, 20 Hallfredsson, 11 Finnbogason, 22 Gudjohnsen

Ungarn: 1 Kiraly – 5 Fiola, 20 Guzmics, 2 Lang, 4 Kadar – 10 Gera, 8 Nagy – 7 Dzsudzsak, 15 Kleinheisler, 11 Nemeth – 9 Szalai

Ersatz: 12 Dibusz, 22 Gulacsi – 23 Korhut, 21 Bese, 23 Juhasz, 6 Elek, 14 Lovrencsics, 16 Pinter, 18 Stieber, 13 Böde, 17 Nikolics, 19 Priskin

  • Zoltan Gera wird es ganz sicher auch mit Birkir Bjarnason zu tun bekommen.
    foto: apa/kolbeins

    Zoltan Gera wird es ganz sicher auch mit Birkir Bjarnason zu tun bekommen.

Share if you care.