Business und Fußball: Neue Stadien mit viel "Hospitality"

18. Juni 2016, 09:00
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Neue österreichische Stadien bieten mehr als nur Fußball

Ein paar Tage nach Ende der Fußball-EM, am 16. Juli 2016, wird der SK Rapid Wien sein neues "Allianz-Stadion" in Hütteldorf eröffnen. 53 Millionen Euro kostet der Neubau, Fans werden in den neuen VIP-Räumlichkeiten Geburtstage und Hochzeiten feiern sowie ihre Kinder taufen können.

Zwei Jahre später zieht auch Stadtrivale Austria ins dann neue, runderneuerte Heim am Verteilerkreis. Ein neuer VIP-Klub ist auch hier fixer Bestandteil des 48 Millionen Euro teuren Konzepts. Beide Vereine setzten bei der Finanzierung übrigens auch recht erfolgreich auf Crowdfunding.

Geschäftstreffen und Besprechungen

Dass die neuen Stadien allesamt quasi zu speziellen Hospitality-Immobilien ausgebaut werden, liegt auf der Hand. Kaum eine Verbindung ist so stark wie die des Fußballfans zu seinem Verein; sie überdauert auch schwierigere Zeiten und wird normalerweise im Laufe eines Lebens nicht gekappt. Bei den Klubs weiß man das und will deshalb Fans, die auch mehr oder weniger erfolgreiche Geschäftsleute sind, noch stärker an den Verein binden.

In der "Haupt-Business-Ebene" des Allianz-Stadions wird es deshalb die Möglichkeit geben, Geschäftstreffen und Mitarbeiterbesprechungen abzuhalten. Darüber befinden sich exklusive Logen mit Bar samt Terrasse, "ein idealer Platz für Promotions, Meetings und Cocktails", heißt es in einem Folder des Vereins. Und aufs Spielfeld sieht man von dort, sofern das überhaupt noch gewünscht ist, natürlich auch recht gut. (mapu, 20.6.2016)

  • Im Allianz Stadion von Rapid wird es die Möglichkeit geben, Seminare und Kongresse abzuhalten – ganz unabhängig vom Spielplan.
    visualisierung: sk rapid

    Im Allianz Stadion von Rapid wird es die Möglichkeit geben, Seminare und Kongresse abzuhalten – ganz unabhängig vom Spielplan.

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