Spanischer Architekt Andres Jaque erhält Friedrich-Kiesler-Preis 2016

17. Juni 2016, 11:32
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Mit 55.000 Euro dotierter österreichischer Architekturpreis

Wien – Der spanische Architekt Andres Jaque erhält den österreichischen Friedrich Kiesler-Preis für Architektur und Kunst 2016. Das gab die Friedrich und Lillian Kiesler-Privatstiftung am Freitag bekannt. Die mit 55.000 Euro dotierte Auszeichnung wird abwechselnd alle zwei Jahre von der Republik Österreich und der Stadt Wien vergeben. Der Termin für die Verleihung steht noch nicht fest.

Die internationale Jury würdigt Jaque und sein "Office for Political Innovation" für die "innovative Analyse, Multimedia Performance und sein herausragendes polemisches Design sowie den Fokus auf neue Wege sozialer Interaktionen", wie es in einer Aussendung heißt. Jaque sei vielleicht der erste Architekt, der die urbanen und architektonischen Auswirkungen der sozialen Medien und der damit verbundenen "Sharing Economy" umfassend würdige.

Schnittstelle Kunst, Architektur und kritische Praxis

Andres Jaque wurde 1971 in Madrid geboren, 2000 gründete er das Architekturbüro Andres Jaque Architects, 2003 das Office for Political Innovation. Jaque wirkt an der Schnittstelle von Kunst, Architektur und kritischer Praxis. Er lebt und arbeitet in Madrid und New York. Zu den wichtigsten Arbeiten zählen "Plasencia Clergy House", "House in Never Never Land", oder "IKEA Disobedients". Das Büro wurde unter anderem auf der 14. Architektur-Biennale in Venedig mit dem Silbernen Löwen (Best Research Project) ausgezeichnet.

Der Kiesler-Preis wird laut Statuten für "herausragende Leistungen im Bereich der Architektur und der Künste, die den experimentellen und innovativen Auffassungen Friedrich Kieslers und seiner Theorie der 'correlated arts' entsprechen", vergeben. Er wurde im Jahr 1997 auf Wunsch von Friedrich Kieslers zweiter Frau Lillian ins Leben gerufen und wird heuer zum zehnten Mal verliehen. Zu den bisherigen Preisträgern zählen unter anderem Olafur Eliasson (2006), Toyo Ito (2008), Heimo Zobernig (2010), Andrea Zittel (2012) und Bruce Nauman (2014). (APA, 17.6.2016)

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