US-Vorwahlen: Bernie Sanders gibt nicht auf

17. Juni 2016, 06:41
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Clinton-Konkurrent kündigt "programmatische" Reform auf Demokraten-Parteitag an

Washington – Der demokratische Bewerber um das Amt des US-Präsidenten, Bernie Sanders, will trotz praktisch aussichtslosen Rückstands auf Konkurrentin Hillary Clinton seine Bewerbung nicht niederlegen. "Die Revolution muss weitergehen", sagte Sanders am Donnerstag in einer Videobotschaft an seine Anhänger.

Mit bis zu 1.900 Delegierten im Rücken wolle er auf dem Parteitag Ende Juli in Cleveland die Demokratische Partei programmatisch reformieren, kündigte Sanders an. "Es soll das fortschrittlichste Programm in der Geschichte der Partei werden."

"Trump verhindern"

Wichtigstes Ziel sei, den mutmaßlichen republikanischen Kandidaten Donald Trump als nächsten Präsidenten zu verhindern, erklärte Sanders. Er wolle daran mitwirken. "Ich beabsichtige, in allernächster Zukunft meine Rolle in diesem Prozess zu übernehmen", sagte Sanders ohne nähere Angaben.

Sanders hat 22 der 56 Vorwahlen bei den US-Demokraten gewonnen, Clinton die restlichen 34. Er errang 1.832 Delegiertenstimmen für den Parteitag, Clinton kommt auf 2.219. Um auf die absolute Mehrheit von 2.383 zu kommen, braucht die frühere Außenministerin die Stimmen von 164 Superdelegierten. Die klare Mehrheit von 581 dieser insgesamt 714 nicht an ein Wahlergebnis gebundenen Parteifunktionäre und Mandatsträger hat sich bereits für sie ausgesprochen. Ein Meinungswechsel ist theoretisch möglich, aber kaum realistisch. (APA, 17.6.2016)

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