Wenn man so müde ist, dass kein Kaffee mehr hilft

20. Juni 2016, 05:30
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US-Forscher führten ein Experiment durch, wie oft Koffein die Folgen von Schlafentzug abfedern kann

Darien – Es gibt Menschen, die morgens putzmunter aus dem Bett springen und dafür keine chemische Unterstützung brauchen. Viele andere können darauf nur mit neidischen Augen schauen, für sie geht vor dem ersten Kaffee gar nichts; zumindest nichts Anspruchsvolles.

Aber der Einfluss von Koffein hat Grenzen. Und sie sind enger als gedacht, wie US-Forscher um Jill Doty vom Walter Reed Army Institute of Research feststellten. Für ihr Experiment mussten sich die Probanden milden Schlafentzug gefallen lassen, genauer gesagt durften sie nicht länger als fünf Stunden pro Nacht schlafen.

Zweimal geht's gut

Tags darauf hatten sie eine Reihe verschiedener standardisierter Aufmerksamkeitstests zu absolvieren, etwa den "Psychomotor vigilance task", bei dem die Reaktionszeit auf visuelle Reize gemessen wird. Zweimal täglich erhielten die Probanden eine Dosis von 200 Milligramm Koffein, was jeweils zwei bis drei Tassen Röstkaffee entspricht. Die Probanden in der Kontrollgruppe erhielten ein Placebo.

Es zeigte sich, dass das Koffein seinem guten Ruf gerecht wird: Es verbesserte die Aufmerksamkeitswerte gegenüber der Kontrollgruppe eindeutig. Allerdings nur zwei Tage lang. Die Studie war auf fünf Tage und fünf Nächte angelegt, aber schon nach der dritten Nacht mit Schlafentzug zeigte das Koffein keine Wirkung mehr. (red, 20. 4. 6. 2016)

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