Festnahme in Südfrankreich wegen Terrorismusverdachts

16. Juni 2016, 18:17
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Konvertit soll Angriffe auf US-Bürger und Russen geplant haben

Paris – Wegen mutmaßlicher Anschlagspläne ist in Südfrankreich ein junger Mann festgenommen worden. Der 22-jährige, der zum Islam konvertierte, habe in der Touristenstadt Carcassonne eine "Gewalttat" geplant, verlautete am Donnerstag aus Justiz- und Ermittlerkreisen. Ziel sollen Touristen aus den USA und Russland gewesen sein.

Bei seiner Festnahme, die bereits am Montag erfolgte, hatte der Mann demnach ein Messer und einen Hammer bei sich. Der 22-Jährige befand sich am Donnerstag weiter in Polizeigewahrsam. Er stammt aus Südfrankreich und war den Geheimdiensten bekannt. Die Ermittlungen werden von der Pariser Anti-Terror-Staatsanwaltschaft geleitet.

In Frankreich herrscht große Sorge vor islamistischen Anschlägen während der Fußball-Europameisterschaft. Erst am Montag sorgte die Ermordung eines Polizisten und seiner Lebensgefährtin durch einen vorbestraften Islamisten, der sich zur Jihadistenmiliz "Islamischer Staat" (IS) bekannte, für Entsetzen. Seit den Pariser Anschlägen vom 13. November mit 130 Toten herrscht in Frankreich der Ausnahmezustand. (APA, 16.6.2016)

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