"Geschwister Well": Bayerische Hausmusik mit Anarcho-Attitüde

16. Juni 2016, 14:38
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Am Freitag in Lustenau

Aus Günzlhofen im bayerischen Landkreis Fürstenfeldbruck kommt eine vielköpfigere Musikantenfamilie: Dort zogen der Dorfschullehrer Hermann Well und seine Frau Traudl nicht weniger als 15 Kinder auf, die schon in frühen Jahren allesamt ein Instrument erlernten und Bühnenluft schnuppern konnten. Am Freitag gastieren sechs der Geschwister, Stofferl und Michael von der Biermösl Blosn, die Wellküren Burgi und Bärbi, Moni sowie Karli mit dem Programm Fein sein, beinander bleibn! im Ländle.

Hansi, Michael und Christoph ("Stofferl") musizierten ab 1975 als Biermösl Blosn, bekannt wurden sie auch wegen ihrer Zusammenarbeit mit dem Satiriker Gerhard Polt: eine Fusion aus authentischer bayerischer Stubnmusi sowie anderen Volksmusiktraditionen mit bissig-polemischer Gesellschaftskritik, die die CSU, die katholische Kirche oder die Chefetage des Bayerischen Rundfunks aufs Korn nimmt.

Ab 1986 mischten dann drei Well-Schwestern im Musikkabarett mit: Moni, Vroni und Burgi gründeten die Wellküren, die es im Schatten der bekannten Brüder nicht leicht hatten. Das Trio verband loses Mundwerk mit Musiktradition. Als sich Anfang 2012 die Biermösl Blosn auflöste, spielten Moni, Burgi und Bärbi gemeinsam mit Karl, Michael und Stofferl als "Geschwister Well" in den Münchner Kammerspielen erstmals das Programm Fein sein, beinander bleibn: eine Melange aus Landler, Jodler, Stubnmusi, Rap, und, und, und. (dog, 16.6.2016)

17.6., Lustenau, Freudenhaus im Millennium Park, 20.30

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