Günther Jauch verlor Streit um Hochzeitsfotos in "Bunte"

16. Juni 2016, 12:27
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Der Europäische Menschenrechtsgerichtshof wies seine Klage ab, nachdem das Ehepaar bereits bei deutschen Gerichten abgeblitzt war

Straßburg/Hamburg – Der deutsche TV-Moderator Günther Jauch und seine Frau Thea haben einen langjährigen Rechtsstreit um einen Medienbericht über ihre Hochzeit verloren. Der Europäische Menschenrechtsgerichtshof in Straßburg wies am Donnerstag eine Beschwerde des Ehepaars ab, das seine Privatsphäre verletzt sah. In dem Streit ging es um einen Artikel und Fotos in der Zeitschrift "Bunte".

Vor Hamburger Gerichten hatten Jauch und seine Frau vergeblich auf Schadenersatz geklagt. Auch die Straßburger Richter sahen in der Berichterstattung keine Rechtsverletzung. Die deutschen Gerichte hätten das Recht des Ehepaars auf Privatsphäre sorgfältig gegen das öffentliche Informationsinteresse abgewogen.

Das Paar hatte seine Hochzeit 2006 in einem Potsdamer Schloss mit über 100 Gästen gefeiert. Über ihren Anwalt hatten sie sich im Voraus Presseberichte verbeten. Die "Bunte" veröffentlichte daraufhin trotzdem einen Artikel mit Fotos. Die Jauchs klagten auf Schadensersatz in Höhe von 250.000 Euro und ein Schmerzensgeld von 75.000 Euro. Die Gerichte sahen ein legitimes Interesse der Öffentlichkeit an Berichten über Jauchs Hochzeit. (APA, red, 16.6.2016)

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