Der Preis für eine Feinunze Gold überschreitet die 1300-Dollar-Marke.

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Frankfurt – Der Goldpreis ist am Donnerstag wegen der Sorge vor einem EU-Austritt Großbritanniens und mit der Aussicht auf weiter extrem niedrige Zinsen in den USA kräftig gestiegen. Am Vormittag kletterte der Preis für eine Feinunze (etwa 31,1 Gramm) über 1.300 US-Dollar und erreichte bei 1.313,56 Dollar (1.169,7 Euro) den höchsten Stand seit August 2014.

"Begünstigt durch die US-Notenbank Fed setzt Gold seinen Höhenflug fort", kommentierten Experten vom Bankhaus Metzler. Am Vorabend hatte die Fed die Zinsen in den USA nicht weiter angehoben. Außerdem lieferten die US-Währungshüter keine klaren Hinweise für eine Fortsetzung der Zinswende, die von der Fed Ende 2015 mit der ersten Zinserhöhung seit der Finanzkrise eingeläutet worden war. Als Gründe nannte die US-Notenbank zuletzt enttäuschende Konjunkturdaten und die Sorge vor einem EU-Austritt Großbritanniens.

Die Brexit-Furcht sorgt bereits seit Tagen für eine allgemeine Flucht in sichere Anlagehäfen, zu denen auch das Gold zählt. Zuletzt zeigten mehrere Umfrageergebnisse, dass die Befürworter eines EU-Austritts des Königreichs in Führung liegen. Sollten die Briten beim Referendum am 23. Juni für den Brexit stimmen, erwarten zahlreiche Experten schwere Turbulenzen an den Finanzmärkten. (APA, 16.6.2016)