Autoreisen: Was in Kroatien zu beachten ist

16. Juni 2016, 12:00
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Trüffel ausführen, Strafen nicht bezahlen: Der ÖAMTC gibt Tipps für Reisen ins beliebte Urlaubsland

Wien – Kroatien ist eines der beliebtesten Reiseziele der Österreicher und viele treten die Reise per PKW dorthin an. Der ÖAMTC gibt Tipps, was für Reisen nach Kroatien zu beachten ist, bzw. was man besser vermeiden sollte:

  • Kroatische Verwaltungsstrafen ignorieren: "Grundsätzlich sollte man nachvollziehbare Verwaltungsstrafen aus Kroatien möglichst vor Ort bezahlen. Eine Strafe ab 70 Euro ist auch in Österreich vollstreckbar, wobei die Verfahrenskosten dazugerechnet werden", erklärt ÖAMTC-Expertin Kristina Tauer und warnt: "Strafzettel aus Kroatien sollten auf keinen Fall weggeworfen werden."
  • Trüffel ohne Genehmigung ausführen
    Unverarbeitete oder lose Trüffel ausführen ist ohne Ausfuhrgenehmigung des kroatischen Umweltministeriums verboten.
  • Fahrrad-Heckträger verdeckt Kennzeichen: "Viele Autofahrer verwenden in Österreich eine rote Kennzeichentafel auf dem Fahrrad-Heckträger. Diese rote Tafel wird aber im Ausland nicht anerkannt. Daher sollte das weiße Kennzeichen – vor allem auch das Landeskürzel 'A' – deutlich lesbar bleiben. Am besten, man verwendet einen Heckträger, bei dem das Kennzeichen sichtbar bleibt", empfiehlt die Club-Expertin. Falls das nicht möglich ist, sollte man die weiße Tafel auf den Heckträger montieren, auch wenn das nicht gerne gesehen wird.
  • Zu schnelles Fahren: Das Überschreiten der erlaubten Höchstgeschwindigkeit kann teils hohe Strafen nach sich ziehen. Tauer: "Wer die erlaubte Höchstgeschwindigkeit um 20 km/h überschreitet, muss ab 65 Euro zahlen. Bei mehr als 50 km/h sind es sogar mindestens 660 Euro. Junge Lenker unter 24 Jahren müssen besonders aufpassen. Sie müssen grundsätzlich auf allen Straßen 10 km/h langsamer fahren als die anderen."
  • Hunde an den Badestrand mitnehmen: An öffentlichen Badestränden gilt in Kroatien ein Hundeverbot, es gibt jedoch Hundestrände, wo diese ausdrücklich erlaubt sind.
    An Mautstellen ausschließlich mit Münzen bezahlen: Alljährlich staut es sich in den Ferienmonaten an den kroatischen Mautstationen. "Um die Wartezeit gering zu halten, sollten Urlauber die Mautstationen nicht dazu nutzen, übrig gebliebenen Kuna in Kleingeldform loszuwerden. Stattdessen sollte man zur Bezahlung auch Kredit- oder Bankomatkarte bereithalten, um flexibel auch auf andere Bezahlspuren ausweichen zu können. Es werden auch Euro-Münzen und -Scheine akzeptiert", so die ÖAMTC-Expertin.
    Parkvorschriften missachten: Urlauber erhalten oft Jahre nach ihrem Urlaub in Kroatien Schreiben, in dem bis zu 160 Euro für eine angeblich nicht bezahlte Parkgebühr verlangt werden. Die Parkvorschriften je Gemeinde sind oft kompliziert. Der ÖAMTC rät daher dringend dazu, sich vorab genau über die in der jeweiligen Gemeinde geltenden Parkvorschriften zu erkundigen und diese einzuhalten.
  • Mit einem abgelaufenen "Pickerl" fahren: Ein "Pickerl" ist abgelaufen, liegt aber noch innerhalb der in Österreich gültigen Toleranzfrist. Das kann in Kroatien sowie in anderen Ländern (aktuell gibt es Fälle in Deutschland) zu Problemen führen. Es dürfte in diesem Zeitraum zwar keine Strafe verhängt werden oder ein Nachteil im Schadensfall entstehen, Club-Mitglieder berichten aber immer wieder, dass sie dennoch gestraft wurden. (red, 16.6.2016)
  • Kroatien ist eines der Lieblingsreiseziele der Österreicher – für Autofahrer gibt es einiges zu beachten.
    foto: apa/epa/antonio bat

    Kroatien ist eines der Lieblingsreiseziele der Österreicher – für Autofahrer gibt es einiges zu beachten.

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