17-Jähriger nach Protesten in Venezuela gestorben

16. Juni 2016, 10:32
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Teenager wurde bei Zusammenstößen wegen Lebensmittelkrise schwer verletzt

Caracas – In Venezuela ist ein 17-Jähriger gestorben, der am Rande von Protesten gegen die Lebensmittelknappheit schwer verletzt worden war. Nach Angaben der Behörden erlag der Jugendliche im Krankenhaus seinen Verletzungen. Zur Art der Verletzungen wurden keine Angaben gemacht.

Örtlichen Medienberichten zufolge war ihm in den Kopf geschossen worden, als es am Dienstagabend im westlichen Stadtteil Lagunilla Zusammenstöße zwischen Sicherheitskräften und Demonstranten gab.

Kein Demonstrant

An den Protesten selbst nahm der 17-Jährige offenbar gar nicht teil. Nach Angaben der Polizei wurden im Zuge der Demonstration elf Menschen festgenommen, darunter auch mehrere Minderjährige. Ihnen wurde vorgeworfen, Geschäfte geplündert und Lebensmittel sowie Elektroartikel gestohlen zu haben.

Venezuela ist von einer schweren Wirtschaftskrise betroffen. Lebensmittel sind knapp, außerdem herrscht eine Stromkrise. Bei Protesten und Plünderungen kamen in den vergangenen Tagen insgesamt mindestens vier Menschen ums Leben. Die Opposition macht den linksgerichteten Präsidenten Nicolás Maduro für die Misere verantwortlich und versucht derzeit, ihn per Referendum abzusetzen. (red, APA, 16.6.2016)

  • Schwere Zusammenstöße in Venezuela.
    foto: reuters/ivan alvarado

    Schwere Zusammenstöße in Venezuela.

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