Mehrere Arbeiter bei Autobahnbaustelle schwer verletzt

16. Juni 2016, 12:38
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40 Meter frisch betonierte Fahrbahn stürzten in die Tiefe

München – Die Ermittlungen zur Ursache des Einsturzes eines neu gebauten Brückenteils in Unterfranken laufen. Sie werden geleitet von der Kriminalpolizei und der Staatsanwaltschaft Schweinfurt. Am Mittwochnachmittag war bei Werneck (Landkreis Schweinfurt) ein frisch betoniertes, rund 40 Meter langes Stück der neuen Brücke für die viel befahrene Autobahn 7 abgestürzt und hatte ein Gerüst mitgerissen.

Dabei kam ein 38 Jahre alter Bauarbeiter aus Kroatien ums Leben. Nach Angaben von Polizei und Bayerischem Rotem Kreuz (BRK) wurden weitere elf Bauarbeiter schwer verletzt. Während das BRK die Zahl von zehn Leichtverletzten nannte, sprach die Polizei von nur drei leicht verletzten Bauarbeitern und einem Schaulustigen, der mit seinem Motorrad gestürzt sei.

"Tragischer Unfall"

Die Baustelle sei inzwischen gesichert, sie werde nun behandelt "wie ein Tatort, an dem nichts verändert werden kann", sagte ein Polizeisprecher. Die Baufirma Max Bögl bezeichnete den Einsturz als "tragischen Unfall". Beim Bau der Brücke sei ein "lange erprobtes und bewährtes Bauverfahren" angewendet worden. Kein Mitarbeiter der Baufirma sei von dem Unglück betroffen, bei den Toten und Verletzten handle es sich um Beschäftigte von beauftragten Subunternehmern.

Gerhard Eck, Staatssekretär im bayerischen Innenministerium, warnte vor falschen Schlüssen und Panik – vor allem in Bezug auf Hunderte ähnliche Baustellen in Deutschland. "Wir sollten keine Unsicherheit verbreiten", sagte der CSU-Politiker. Erst wenn die Ursache des Unglücks geklärt sei, könne man über weitere Konsequenzen sprechen. (APA, 16.6.2016)

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    foto: ap/armer
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