China: Familienangehörige des Ex-Sicherheitschefs Zhou verurteilt

15. Juni 2016, 17:06
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Langjährige Haftstrafen für Sohn und Ehefrau eines Kritikers von Präsident Xi

Peking – Zwei Familienangehörige des ehemaligen chinesischen Sicherheitschefs Zhou Yongkang sind wegen Korruption zu langjährigen Haftstrafen verurteilt worden. Aus Gerichtskreisen hieß es am Mittwoch, Sohn und Ehefrau des bereits lebenslänglich inhaftierten Zhou müssten wegen "Bestechung" und "illegaler Geschäfte" 18 beziehungsweise neun Jahre ins Gefängnis.

Der 73-jährige Zhou war vor einem Jahr zu lebenslanger Haft verurteilt worden.

Hohe Strafen

Chinas Präsident Xi Jinping geht seit 2013 öffentlichkeitswirksam gegen Korruption vor. Seitdem wurden bereits mehrere ranghohe Beamte zu hohen Strafen verurteilt – der bisher ranghöchste war Zhou. Er zählte früher zu den mächtigsten Männern des Landes und gilt als Widersacher von Xi.

Nach Ansicht von Kritikern nutzt der Präsident den Kampf gegen die Korruption, um innerparteiliche Rivalen auszuschalten und seine Macht in der Kommunistischen Partei zu festigen. (APA, 15.6.2016)

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