Genf: Festnahme in Panama-Papers-Affäre

15. Juni 2016, 16:48
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IT-Techniker werden Datendiebstahl, unberechtigter Zugriff und Vertrauensbruch vorgewirfen

Genf – Die Genfer Staatsanwaltschaft nimmt im Zusammenhang mit der Panama-Papers-Affäre einem Zeitungsbericht zufolge einen IT-Techniker der Anwaltskanzlei Mossack Fonseca unter die Lupe. Die Kanzlei habe den Computerexperten angezeigt, weil er kürzlich größere Datenmengen entfernt haben soll, berichtete die Zeitung "Le Temps" am Mittwoch unter Berufung auf einen Insider. Der Beschäftigte des Genfer Ablegers der Kanzlei sei vor mehreren Tagen in Gewahrsam genommen worden.

Die Anwaltskanzlei steht im Zentrum der Enthüllungen über Briefkastenfirmen in Panama. Die Genfer Staatsanwaltschaft bestätigte der Zeitung zufolge, Ermittlungen aufgenommen zu haben. Ein Sprecher der Staatsanwaltschaft konnte den Bericht zunächst nicht bestätigen.

Dem Blatt zufolge weist der betroffene Mitarbeiter alle Anschuldigungen von sich. Die Kanzlei werfe ihm Datendiebstahl, unberechtigten Zugriff und Vertrauensbruch vor. Es gebe keine Hinweise, dass der Beschuldigte für das massive Datenleck verantwortlich sei, das Anfang April zur Enthüllung der Panama-Papers geführt hatte. (APA, 15.6.2016)

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