EU-Staaten einigen sich auf neue Standards für CO2-Abgastests

15. Juni 2016, 15:55
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Ab September 2017 neues, global gültiges Testverfahren geplant

Brüssel – Die Europäische Union zieht weitere Konsequenzen aus dem Abgasskandal bei Volkswagen und will mit realistischeren Tests den CO2-Ausstoß von Autos senken. Experten der Mitgliedsländer hätten sich darauf geeinigt, dass ab September 2017 bei Neuwagen ein neues, global gültiges Testverfahren gelten solle, teilte die EU-Kommission am Mittwoch mit. Ein Jahr später solle das Verfahren für alle Pkw gelten. Das EU-Parlament und der EU-Rat müssen den Plänen noch zustimmen.

Die EU will damit eine Lücke bei der Überprüfung des Kohlendioxid-Ausstoßes von Autos schließen, nachdem im Februar zwischen den EU-Institutionen eine Einigung zur Einführung neuer Stickoxid-Tests erreicht worden war. Nach Ansicht der EU-Kommission bilden die neuen Tests einen großen Anreiz für Autobauer, neue Technologien für einen geringeren CO2-Ausstoß zu entwickeln. Die Brüsseler Behörde wird voraussichtlich noch diesen Monat neue Standards für den CO2-Ausstoß und den Kraftstoffverbrauch für die Zeit nach 2020 vorschlagen.

Volkswagen hatte voriges Jahr eingestanden, sowohl bei Stickoxid-Werten als auch beim CO2-Ausstoß Hunderttausender Pkw manipuliert zu haben. (APA, 15.6.2016)

  • Der VW-Skandal zieht eine Reform der Abgastests nach sich.
    foto: apa / richards

    Der VW-Skandal zieht eine Reform der Abgastests nach sich.

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