Xbox One S: Keine bessere Grafik, kein Kinect-Anschluss

17. Juni 2016, 10:43
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"Es ist irrsinnig, dass darüber überhaupt berichtet wird", meint Manager Albert Penello

Zwei neue Konsolen hat Microsoft auf der laufenden Spielemesse E3 vorgestellt. Mit der Xbox Scorpio macht der Konzern seine Plattform tauglich für 4K-Gaming und potenziell vielleicht auch bereit für Virtual Reality. Mit der Xbox One S hingegen gibt es nun eine schlankere Ausgabe der Xbox One, die immerhin 4K-Videos wiedergeben kann und Ultra HD-Blu-rays unterstützt.

Laut einem Bericht von Polygon verfüge die One S über bessere Spieleperformance als die ursprüngliche Konsole. Das hat bei manchen Spielern für Unruhe gesorgt, wird doch befürchtet, dass die aktuelle Konsolengeneration bald wieder obsolet sein könnte.

"Mehr Ressourcen", aber...

Wenig begeistert über den Polygon-Artikel zeigt sich Xbox-Manager Albert Penello. Gegenüber Eurogamer liefert er hinsichtlich der Leistung der One S eine allerdings nicht ganz stringente Klarstellung.

Er weist zurück, dass die neue Ausgabe der Xbox One leistungsfähiger sei, als das Original. Gleichzeitig erklärt er jedoch, dass man für die 4K-Kompatibilität und HDR-Unterstützung "Zugriff auf ein wenig mehr Ressourcen von Prozessor und Grafikeinheit" gewähre. Der Unterschied sei aber so "unbedeutend", dass es geradezu "irrsinnig" sei, ihn medial aufzugreifen.

Kein Einfluss auf Games, kein Kinect

Auf Spiele sollen die Änderungen "wortwörtlich keinen Einfluss" haben. Das Erlebnis werde "ident" sein. In das gleiche Horn hatte auch schon Spartenchef Phil Spencer geblasen. Er hatte – ebenfalls gegenüber Eurogamer – zu Protokoll gegeben, dass man die Konsole nicht gestaltet habe, damit Games darauf besser laufen würden, als auf der Xbox One.

Einen nicht unwesentlichen Unterschied gibt es zwischen der Xbox One S und der Xbox One aber dennoch, abseits des Designs. Das neue Modell verzichtet auf einen eigenen Kinect-Anschluss. Wer der den Sensor nutzen möchte, benötigt einen eigenen Adapter dazu. Auch ein Hinweis darauf, welchen Stellenwert Kinect heute noch für Microsoft hat, nachdem es zum Start der Xbox One als integraler Bestandteil des Systems verkauft wurde. (gpi/zw, 17.6.2016)

  • Der Performanceunterschied zwischen Xbox One und One S soll so "unbedeutend" sein, dass er zwar 4K-Video ermöglicht, in Spielen aber nicht spürbar ist.
    foto: microsoft

    Der Performanceunterschied zwischen Xbox One und One S soll so "unbedeutend" sein, dass er zwar 4K-Video ermöglicht, in Spielen aber nicht spürbar ist.

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