Falluja-Offensive: 43.000 auf der Flucht

14. Juni 2016, 21:46
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Irakische Armee und verbündete Milizen versuchen, die Jihadistenmiliz IS aus der Stadt zu vertreiben

Bagdad – Durch die Großoffensive der irakischen Armee und verbündeter Milzen auf die Stadt Falluja sind nach Angaben der Internationalen Organisation für Migration (IOM) binnen weniger Wochen zehntausende Menschen vertrieben worden. Wie die Organisation am Dienstag erklärte, flohen zwischen dem 22. Mai und dem 13. Juni fast 43.500 Menschen aus dem Bezirk Falluja. Betroffen waren demnach fast 7.300 Familien.

Falluja liegt nur 50 Kilometer westlich der Hauptstadt Bagdad und wird seit 2014 von der Jihadistenmiliz "Islamischer Staat" (IS) kontrolliert. Die irakische Armee startete Ende Mai eine groß angelegte Offensive, um die Stadt zurückzuerobern. Es wird befürchtet, dass im Zentrum von Falluja noch immer zehntausende Zivilisten eingeschlossen sind, die vom IS zum Teil als Schutzschilde benutzt werden.

Durch die jüngsten Fluchtbewegungen stieg die Zahl der seit Anfang 2014 durch den Konflikt Vertriebenen auf 3,3 Millionen Menschen. Die IOM reagiere auf die Krise, erklärte der Irak-Verantwortliche Thomas Lothar Weiss. Es fehle aber an Geld und Unterstützung, um den Vertriebenen angemessen zu helfen. (red, APA, AFP, 14.6.2016)

  • Zivilisten auf der Flucht
    foto: apa/afp/sabah arar

    Zivilisten auf der Flucht

  • Irakischer Soldat in einer IS-Bombenwerkstatt
    foto: ap/anmar khalil

    Irakischer Soldat in einer IS-Bombenwerkstatt

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