OnePlus 3 vorgestellt: High-End-Androide mit Turbo-Akku

14. Juni 2016, 19:10
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Verspricht einen Tag Nutzung bei 30 Minuten Ladezeit – Smartphone soll auch mit guter Kamera punkten – Kein Invite-System mehr

Zwei Jahre nachdem dem chinesischen Hersteller OnePlus mit seinem ersten Smartphone eine handfeste Überraschung gelungen ist, geht nun die dritte Generation an den Start. Mit aktueller Spitzenhardware, guten Kameras und insbesondere einem besonders schnell ladenden Akku soll das Handy punkten – dafür steigt jedoch auch der Preis etwas.

AMOLED-Display und Aluminium-Case

Wie seine Vorgänger bringt das OnePlus 3 ein 5,5-Zoll-Display mit. Dem Trend zur 2K-Auflösung folgt der Hersteller nicht. Zum Einsatz kommt ein AMOLED-Panel mit 1.920 x 1.080 Pixel. Eine eigene, zweifach polarisierte Schicht soll dabei für gute Ablesbarkeit unter Sonnenlicht sorgen. Für Beständigkeit gegen Kratzer bürgt Gorilla Glass 4.

Waren das One und das "2" noch in Kunststoff gehüllt, kleidet sich der jüngste Spross in Metall. Wie auch andere Smartphone-Produzenten betont man hinsichtlich dieser Entscheidung die "Premium"-Ästhetik des Materials. Das Smartphone verfügt über einen Homebutton mit integriertem Fingerabdruckscanner und zwei kapazitiven Navigationsbuttons unter dem Bildschirm und misst 152,7 x 74,7 x 7,35 Millimeter bei 158 Gramm Gewicht.

Der vom OnePlus 2 und OnePlus X vererbte Slider für drei verschiedene Benachrichtigungsmodi (ein, stumm, aus) und die Lautstärkewippe sind am linken Rand des Gerätes verortet, der Einschaltknopf gegenüber. Der Lautsprecher liegt auf der Unterseite.

Aktuelle Highend-Hardware

Für gute Leistung soll Qualcomms aktueller Spitzenchip, der Snapdragon 820, garantieren. Ihm stehen gleich üppige sechs GB RAM (LPDDR4) zur Seite. Der Onboardspeicher des OnePlus 3 ist mit 64 GB dimensioniert. Das Handy kann mit zwei SIM-Karten (jeweils nano-Format, Dual-Standby) umgehen, mobile Breitbandnutzung ist per 3G und LTE möglich, wobei die europäische Ausgabe des Handys auch alle relevanten Bänder (1, 3, 5, 7, 8 ,20) unterstützt.

Es beherrscht WLAN nach 802.11ac-Standard und Bluetooth 4.2. Ein Comeback gibt außerdem das NFC-Modul, das beim OnePlus One noch vorhanden war und beim Nachfolger eingespart wurde. Verkabeln lässt sich das Smartphone über einen USB-C-Port, der allerdings nur mit USB 2.0 betrieben wird.

30 Minuten Ladezeit für einen Tag Verwendung

Den nicht entnehmbaren Akku seines Drittlings hat OnePlus mit 3.000 mAh eher unspektakulär dimensioniert. Dafür soll allerdings die auf Android 6 basierende "Oxygen OS"-Software mit sparsamem Energiekonsum punkten. Insbesondere aber will man mit der neuen Lademodus "Dash Charge" überzeugen.

Durch ein Erhöhen der Stromstärke bei üblicher Spannung von fünf Volt soll sich dieser binnen 30 Minuten vom Leerzustand auf 60 Prozent Kapazität aufladen lassen, was laut dem Hersteller für einen Tag Nutzung reichen soll. Genauere technische Angaben verriet man allerdings weder auf der Präsentation, noch in den Presseunterlagen. Dash Charge funktioniert allerdings nur in Verbindung mit dem eigenen Kabel und Ladegerät des Herstellers.

oneplus

16-MP-Kamera mit "Smart Capture"

Einmal mehr verspricht man auch gute Kameraperformance. Ein 16-Megapixel-Sensor (Sony IMX 298) mit Apertur von f/2.0 und Phase Detection-Autofokus soll in Kombination mit optischer und elektronischer Bildstabilisierung und allerlei Software-Tricks überzeugende Fotos liefern.

Der "Smart Capture"-Modus der Kamera-App nutzt etwa "Dynamic De-noise", das über den Abgleich mehrerer Aufnahmen des gleichen Motivs störendes Rauschen nachträglich reduzieren soll. Ein "HD-Modus" soll höheren Detailreichtum bescheren. Wer will, kann Belichtungszeit und andere Einstellungen auch manuell setzen. Die Aufnahme im RAW-Format wird unterstützt. Ebenso können 720p-Zeitlupenvideos und 4K-Videos mit 30 Bildern pro Sekunde aufgenommen werden.

Die Frontkamera liefert Schnappschüsse mit acht Megapixel und Videos in Full-HD. Selfie-Freunde soll "Smile Capture" locken, ein Modus in dem das Handy Fotos aufnimmt, wenn man in die Kamera lächelt.

Oxygen OS

Das Oxygen OS-System wiederum bietet eine Reihe von Einstellungsmöglichkeiten, die über das normale Android-Repertoire hinaus reichen. So können die Navigationstasten auf Wunsch auch auf den Screen verfrachtet und die Hardware-Buttons deaktiviert werden.

Nutzer können eigene Iconsets verwenden oder Farben einstellen. Integriert ist auch ein Nachtmodus, dazu liefert man eigene Apps für Fotogalerie und Musikplayer sowie einen Dateimanager. Als Keyboardlösung ist Swiftkey vorinstalliert. Es gibt außerdem erweitertes Rechtemanagement für aufgespielte Apps.

399 Euro

Preislich liegt das OnePlus 3 auf dem Niveau des Vorgängers. Dieser kostete bei Erscheinen in der 64-GB-Fassung ebenfalls 399 Euro. Zudem hat man das von vielen kritisierte Einladungssystem abgeschafft.

Das Gerät kann von allen Interessenten sofort online bestellt werden. Dazu öffnet man in Berlin, Paris, London und New York am 15. Juni Popup-Stores. Vorerst gibt es das Gerät nur in der Farbvariante "Graphit", bald soll mit "Soft Gold" eine zweite Version folgen. (gpi, 14.06.2016)

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  • Das OnePlus 3.
    foto: oneplus

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