Neuer Aufsichtsratschef für Wiener Börse

14. Juni 2016, 14:36
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Wienerberger-Chef Heimo Scheuch will die Börse als Aufsichtsratsvorsitzender neu ausrichten

Wien – Nach der Personalrochade im Vorstand wurde nun auch die Aufsichtsratsmannschaft der Wiener Börse im Rahmen der Hauptversammlung am Dienstag neu aufgestellt. Neuer Aufsichtsratsvorsitzender der Wiener Börse AG sowie der CEESEG AG wird der Wienerberger-Chef Heimo Scheuch. Damit löst er den ehemaligen Bank-Austria-Chef Willibald Cernko an der Spitze ab.

Angelika Sommer-Hemetsberger, Vorstandsmitglied der Oesterreichischen Kontrollbank, kommt als stellvertretende Aufsichtsratsvorsitzende ins Spiel. Anstelle von Willibald Cernko wurde Bank Austria-Vorstand Dieter Hengl als Vorstandsmitglied in das Kontrollgremium gewählt.

Für Scheuch ist ein starker Börsenplatz wichtig für den Standort und die heimische Wirtschaft. Es brauche nicht nur ein klares Bekenntnis der Politik, sondern auch die richtigen Weichenstellungen: "Gemeinsam mit dem neuen Vorstand werde ich an der Neuaufstellung der Wiener Börse arbeiten und aktiv für sinnvolle Rahmenbedingungen eintreten."

Plus beim Gewinn

Die Wiener Börse kam im Vorjahr etwas in Schwung: Mit einem Betriebsergebnis von 20,5 Mio. Euro lieferte das vergangene Jahr ein Plus von 12,9 Prozent. Besonders die Handelsumsätze kletterten in die Höhe und spülten Geld in die Kassen. 4,87 Mrd. Euro betrug der durchschnittliche Monatsumsatz, 2014 lag er bei 3,98 Mrd. Euro. Der Bilanzgewinn stieg von 13,7 Mio. Euro auf 16,5 Mio. Euro.

Die Börsenmutter CEESEG AG, unter deren Mantel auch die Beteiligung an der Börse Prag zusammengefasst ist, steigerte das operative Konzernergebnis (EBIT) von 28,3 Mio. Euro im Jahr 2014 auf 30,4 Mio. Euro im vergangenen Geschäftsjahr.

"Die Erträge der Wiener Börse und der Verbund mit der Börse Prag sichern die Eigenständigkeit des heimischen Finanzplatzes nachhaltig. Das ist eine ausgezeichnete Basis für die Neuausrichtung der Wiener Börse und für die Entwicklung neuer Produkte und Dienstleistungen für Unternehmen wie auch Investoren," so Scheuch. (APA, 14.6.2016)

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