Rumänien muss, die Schweiz kann

14. Juni 2016, 14:36
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Rumänien braucht dringend Punkte, die Eidgenossen können hingegen schon das Achtelfinalticket buchen

Paris – Ist man, so wie Tennisstar Roger Federer, ein weitgehend nüchterner Schweizer, dann packt man die Absicht, zumindest ins Achtel-, wenn nicht Viertelfinale zu kommen, in eine staubtrockene Doppelverneinung: "Wenn man sich keine großen Ziele setzt, dann kommt man meistens nicht sehr weit."

Zuvor aber muss die Nati gegen Rumänien tun, was man "den Sack zumachen" nennt. Nach dem Auftakt-1:0 gegen Albanien müssen die Eidgenossen nun im Prinzenpark-Stadion zu Paris die Rumänen, die dem Gastgeber 1:2 unterlegen sind, schlagen. (18 Uhr, Liveticker auf derStandard.at)

Goalie Yann Sommer: "Ein Punkt wird wohl nicht reichen, um den Aufstieg zu schaffen." Dass das nicht unbedingt einfach sein wird, ist ihm freilich auch klar. "Ich glaube, die Rumänen werden gegen uns etwas probieren, wohl offensiver spielen als noch gegen Frankreich."

Aufstiegspflicht

Gewarnt sind die Eidgenossen. Rumänien hat den Franzosen ordentlich zugesetzt und sie jedenfalls zu einigen Gustostückerln, vor allem durch Dimitri Payet, gezwungen. Andererseits, meldet sich Ottmar Hitzfeld, der Altcoach der Nati in der Münchner Abendzeitung, zu Wort, sei diese mit so vielen hervorragenden Schlüsselspielern – elf verdienten ihr Brot in Deutschland – gesegnet wie noch nie. Und also: Erstmals habe man das Achtelfinale zu erreichen, "das ist Pflicht".

Das rumänische Team ist vielleicht eine. Midfielder Mihai Pintilii baut den Schweizern schon eine diesbezüglich goldene Brücke: "Viele haben wahrscheinlich nicht erwartet, dass wir ein so gutes Spiel gegen Frankreich machen werden." Spielgestalter Nicolae Stanciu nickt: "Es heißt, dass Frankreich schwach war. Aber niemand sagt dazu, dass wir eben auch gut waren." (sid, wei, 14.6.2016)

Gruppe A, 2. Runde:

Rumänien – Schweiz (Mittwoch, 18.00 Uhr, Paris, Parc des Princes, SR Karasew/RUS)

Rumänien: 12 Tatarusanu – 22 Sapunaru, 6 Chiriches, 21 Grigore, 3 Rat – 5 Hoban, 8 Pintilii – 11 Torje, 10 Stanciu, 19 Stancu – 9 Alibec

Ersatz: 1 Pantilimon, 23 Lung – 2 Matel, 4 Moti, 15 Gaman, 16 Filip, 7 Chipciu, 17 Sanmartean, 18 Prepelita, 20 Popa, 13 Keseru, 14 Andone

Schweiz: 1 Sommer – 2 Lichtsteiner, 22 Schär, 20 Djourou, 13 Rodriguez – 11 Behrami, 10 G. Xhaka – 23 Shaqiri, 15 Dzemaili, 7 Embolo – 9 Seferovic

Ersatz: 12 Hitz, 21 Bürki – 3 Moubandje, 4 Elvedi, 5 Von Bergen, 6 Lang, 8 Frei, 14 Zakaria, 16 Fernandes, 17 Tarashaj, 18 Mehmedi, 19 Derdiyok

  • Yann Sommer erwartet jetzt Rumänien.
    foto: reuters/tessier

    Yann Sommer erwartet jetzt Rumänien.

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