Roboter "Pepper" arbeitet in belgischen Krankenhäusern

14. Juni 2016, 11:19
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Der kugelköpfige Helfer kann 20 unterschiedliche Sprachen erkennen und Männer von Frauen unterscheiden

Lüttich – Die Antworten kommen noch etwas abgehackt und bei den Gesten ruckelt es noch: In Krankenhäusern der belgischen Städte Lüttich und Ostende werden Besucher künftig von Roboter Pepper empfangen. Die Klinik Centre Hospitalier Regional La Citadelle in Lüttich stellte den kugelköpfigen maschinellen Helfer mit Bildschirm auf der Brust am Montag vor.

Eigenen Angaben zufolge ist er weltweit der erste Roboter, der in einer derartigen Gesundheitseinrichtung eingesetzt wird. Der 1,40 Meter große Pepper, der durch den Empfangsbereich der Klinik rollt, erkennt menschliche Stimmen in rund 20 verschiedenen Sprachen und kann Männer, Frauen und Kinder unterscheiden, wie Raphael Tassart von der belgischen Firma Zora Bots sagte, die für die Software zuständig ist. Pepper kostet rund 30.000 Euro, seine Bauteile werden vom Unternehmen Nao in Asien gefertigt und in Frankreich zusammengesetzt.

Während Pepper in Lüttich nur in der Klinik-Lobby zum Einsatz kommt, darf er im Krankenhaus AZ Damien in Ostende Besucher bis zu den Abteilungen begleitet, sofern diese das wünschen, wie Tassart sagte. Der Empfangsroboter wurde zuvor bereits in japanischen und französischen Einkaufszentren getestet. Kleinere Kollegen aus dem Hause Nao rollen weltweit in rund 300 Kliniken und Altenheime, wo sie Pflegekräfte bei der Arbeit unterstützen. (APA, AFP, 14.6.2016)

  • Pepper ist 1,40 Meter groß und darf Krankenhausbesucher empfangen.
    foto: apa/afp/john thys

    Pepper ist 1,40 Meter groß und darf Krankenhausbesucher empfangen.

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