Nordkorea: Kim ließ "Mini-Pjöngjang" schließen

14. Juni 2016, 10:39
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Die Modellstadt für Touristen erinnert den nordkoreanischen Machthaber angeblich an hingerichteten Onkel

Seoul – Nordkoreas Machthaber Kim Jong-un hat Medienberichten zufolge die Miniaturstadt "Mini-Pjöngjang" schließen lassen, weil sie ihn angeblich an seinen hingerichteten Onkel Jang Song-thaek erinnert. Jedes Mal, wenn Kim an Pjöngjangs Modellanlage vorbeigefahren sei, habe er sich an seinen Onkel erinnert gefühlt, der als "Verräter" verurteilt und Ende 2013 hingerichtet wurde.

Das 2012 fertiggestellte Modelldorf sei ein Lieblingsprojekt Jangs gewesen. Dagegen sagte der Leiter des auf Nordkorea-Reisen spezialisierten in China ansässigen Reiseveranstalters Koryo Tours, Nick Bonner, die nordkoreanische Tourismusbehörde habe seiner Agentur mitgeteilt, die Miniaturanlage sei "wegen Renovierungsarbeiten" vorübergehend geschlossen. Die 200 Hektar große Anlage präsentiert Mini-Nachbauten von Gebäuden der nordkoreanischen Hauptstadt. Nordkorea zählt zu den abgeschottetsten Ländern. (APA, 14.6.2016)

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