Aufmarsch der Identitären: Linke Steine

Einserkastl13. Juni 2016, 17:41
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Linke Chaoten, Autonome, Krawallsüchtige haben mit ihren Gewaltaktionen im Kampf gegen die extreme Rechte nichts verloren

"Ja, aber die gewaltbereiten Linksradikalen!" Das kommt wie das Amen im Gebet, wenn auf die bedrohlichen, provozierenden, teilweise ebenfalls gewalttätigen Aktionen der "neuen Rechten" aufmerksam gemacht wird.

Und da ist sogar etwas dran. Beim jüngsten Aufmarsch von etwa 800 "Identitären" in Wien kam es zu Ausschreitungen, von denen einige klar von linken Gegendemonstranten ausgingen. Ein aus Hamburg angereister Sympathisant der rechtsextremen "Identitären" wurde von einem Stein am Kopf getroffen und benötigte Spitalsbehandlung. In Erinnerung sind noch die Sachbeschädigungen und Übergriffe durch den "schwarzen Block" bei der Demo gegen den Akademikerball 2014; die Wucht des Gesetzes entlud sich in einem umstrittenen Beweisverfahren auf einen linken Studenten.

Linke Chaoten, Autonome, Krawallsüchtige haben mit ihren Gewaltaktionen im Kampf gegen die extreme Rechte nichts verloren. Sie sind unerwünscht, kontraproduktiv, ihre Motive äußerst fragwürdig. Sie sind keine Verbündeten für Demokraten, auch nicht Objekt von klammheimlichen Sympathien.

Allerdings: Sehr wichtig wäre, dass auch konservative, bürgerliche Demokraten begreifen, was diese sich auf "Identität" berufende "neue Rechte" wirklich ist. Das wird übrigens sehr konzis und illusionslos im Verfassungsschutzbericht 2014 beschrieben. (Hans Rauscher, 13.6.2016)

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