Chinas Investitionen wachsen so langsam wie lange nicht

13. Juni 2016, 13:38
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Erstmals seit 2000 unter zehn Prozent – Eingreifen von Zentralbank erwartet

Peking – Die Investitionen in China wachsen so langsam wie seit rund 15 Jahren nicht mehr. Von Jänner bis Mai legten die Investitionen in Sachanlagen um 9,6 Prozent im Vergleich zum Vorjahreszeitraum zu, wie das Statistikamt am Montag in Peking mitteilte. Das war das erste Mal seit 2000, dass die Zehn-Prozent-Marke unterschritten wurde.

Von Reuters befragte Ökonomen hatten mit einem Plus von 10,5 Prozent gerechnet. Die Investitionen der privaten Firmen legten mit 3,9 Prozent sogar so schwach zu wie noch nie seit Beginn der Statistik. Dagegen wuchsen die Investitionen staatlicher Unternehmen um 23,3 Prozent.

Experten gehen davon aus, dass die Zentralbank eingreifen könnte. "Die Chancen dafür steigen", sagte Commerzbank-Analyst Zhou Hao. So könne die Bank of China in den kommenden Wochen ihre Mindestreserveanforderungen an die Geschäftsbanken senken oder sogar den Leitzins senken. Die Weltbank erwartet für China in diesem Jahr ein Wirtschaftswachstum von 6,7 Prozent. Das wäre das geringste Plus seit einem Vierteljahrhundert. (APA, 13.6.2016)

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