Weltweite Solidaritätsbekundungen

13. Juni 2016, 17:27
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Merkel: Wir werden weiter offen leben – Kurz verurteilt Tat

Nach dem Massaker in einem Homosexuellenklub in der US-Stadt Orlando haben Wien, Israel, Ramallah und Berlin Solidarität mit den Opfern erklärt. Die deutsche Kanzlerin Angela Merkel und Außenminister Sebastian Kurz (ÖVP) verurteilten die Tat. Der israelische Regierungschef Benjamin Netanyahu sprach von einer "bösartigen Attacke", Staatspräsident Reuven Rivlin von einem "feigen und abscheulichen Angriff".

Das Gebäude der Tel Aviver Stadtverwaltung war am Sonntagabend abwechselnd in Regenbogenfarben und in den Farben der US-Flagge erleuchtet.

"Unser Herz ist schwer"

Merkel bezeichnete das Massaker als erschreckend und versicherte, dass Deutschland auch im Angesicht derartiger Grausamkeiten ein offenes Land bleiben werde. "Unser Herz ist schwer, dass der Hass und die Bösartigkeit eines einzelnen Menschen über 50 Leben gekostet hat", sagte Merkel am Montag am Rande der deutsch-chinesischen Regierungskonsultationen in Peking. Aber auch solch mörderische Anschläge und die tiefe Trauer darüber würden Deutschland nicht davon abhalten, ein "offenes, tolerantes Leben" fortzusetzen.

Merkel sprach US-Präsident Barack Obama, den Opfern, den Angehörigen und den Helfern ihre Anteilnahme aus. Auch Chinas Ministerpräsident Li Keqiang sprach den Opfern und ihren Angehörigen seine Anteilnahme aus. China wende sich gegen jede Form von Gewalt und Terrorismus.

Kurz verurteilte Tat

Außenminister Kurz verurteilte die "schreckliche Schießerei" in dem "LGBTQ Club" in Orlando, wie er im Online-Kurznachrichtendienst Twitter schrieb. Kurz drückte den Familien und Freunden der Opfer sein Bedauern aus.

"Die Regierung von Palästina verurteilt diesen sinnlosen Akt des Terrors und des Hasses in Orlando, Florida", teilte Ministerpräsident Rami Hamdallah am Montag mit. "Die Palästinenser stehen an der Seite der Amerikaner in dieser schwierigen Zeit."

Das iranische Außenministerium hat das Massaker in einem Schwulenklub in Orlando verurteilt. In einer Presseerklärung am Montag forderte Teheran eine ernsthafte und globale Zusammenarbeit zur Bekämpfung des Terrorismus – dieses "teuflischen Phänomens".

Trauer bei Islamischer Glaubensgemeinschaft und SPÖ

Die Islamische Glaubensgemeinschaft in Österreich sowie die SPÖ haben die Bluttat von Orlandoverurteilt. Zu Beginn der Pride-Woche wurde am Montag an der SPÖ-Zentrale die Regenbogenfahne als Zeichen der Akzeptanz gehisst. "Wir empfinden tiefe Trauer und werden die Regenbogenfahne mit einem Trauerflor ergänzen", sagte der designierte Bundesgeschäftsführer Georg Niedermühlbichler.

Er und die Wiener Landesparteisekretärin Sybille Straubinger sprachen in einer Aussendung von einem "feigen und hinterhältigen Anschlag".

Die Islamische Glaubensgemeinschaft in Österreich (IGGiÖ) äußerte Trauer und Entsetzen darüber, "welche schrecklichen Folgen blindwütiger Hass zeigen kann, wenn er gepaart ist mit fanatischen Fantasien sich zum Herrn über Leben und Tod aufzuwerfen". Nichts könne diese "verheerende Gewaltorgie rechtfertigen – erst recht keine religiöse Argumentation". So sei sehr zu begrüßen, dass die größte muslimische Vertretung in den USA sich rasch mit einer deutlichen Verurteilung zu Wort meldete, betonte die IGGiÖ am Montag. (APA, 13.6.2016)

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