Landwirtschaftliche Betriebe: 54 Förder-Millionäre im Vorjahr

13. Juni 2016, 12:40
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Laut Transparenzdatenbank insgesamt fast 128.000 Förderfälle in Österreich – AMA an erster Stelle, gefolgt von Telekom Austria

Wien – 54 Betriebe und Vereine haben in Österreich im Vorjahr mindestens eine Million Euro EU-Agrarförderung erhalten, geht aus der Transparenzdatenbank hervor. Die Gesamtzahl der Förderfälle im Rahmen der Gemeinsamen EU-Agrarpolitik betrug im vergangenen Budgetjahr (16. Oktober 2014 bis 15. Oktober 2015) 127.931.

Am meisten Geld erhielt laut transparenzdatenbank.at die Agrarmarkt Austria (AMA) mit 26,2 Millionen, gefolgt von der Telekom Austria mit 19,5 Millionen Euro. Die AMA finanziert damit die gesamte Förderabwicklung und die Kontrollen, bei der Telekom Austria geht es um Mittel für den Breitbandausbau auf dem Land, berichteten die "Oberösterreichischen Nachrichten" vom Montag.

Die Mittel der "technischen Hilfe" der AMA werden laut Transparenzdatenbank für die Umsetzung des Programms zur ländlichen Entwicklung verwendet. Die Telekom Austria hat die Unterstützung für "die Verbesserung von Dienstleistungen für die Grundversorgung, wie beispielsweise der Zugang zur Informations- und Kommunikationstechnologie (IKT) vor Ort und die Durchführung von Investitionen" erhalten.

Die Top Ten

Zu den Top-Ten-Förderempfängern zählen laut Transparenzdatenbank auch der Waldpflegeverein Tirol (3,6 Millionen), der Salzburger Nationalparkfonds (3,4 Millionen), das Ländliche Fortbildungsinstitut Wien (3,3 Millionen), die Mostviertel Tourismus GmbH (2,7 Millionen), die Agrarmarkt Austria Marketing GmbH (2,6 Millionen), die Genuss Regionen Marketing GmbH (2,5 Millionen), die B3 Energie Gmbh (2,44 Millionen) und die OPST Obst Partner Steiermark GmbH (2,38 Millionen).

Zwei große Agrarbetriebe erhielten Subventionen von mehr als einer Million Euro: die Stiftung Fürst Liechtenstein Zweigniederlassung Wilfersdorf Guts- und Forstbetrieb rund 1,38 Millionen und die Guts- und Forstverwaltung DI Maximilian Hardegg 1,08 Millionen Euro. Empfänger von mehr als 1.250 Euro im Jahr werden in der Transparenzdatenbank namentlich veröffentlicht. (APA, 13.6.2016)

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