Schwere Vorwürfe gegen Lovoo: Nutzer um eine Million Euro betrogen

12. Juni 2016, 09:28
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Durch das Erstellen gefälschter Profile weiblicher Nutzerinnen – zwei Geschäftsführer verhaftet

Nach der Razzia und der Verhaftung zweier Geschäftsführer bei Lovoo wurden weitere Details der schweren Vorwürfe gegen das deutsche Dating-Portal bekannt. Zahlende Kunden des Portals sollen mit gefälschten Profilen um über eine Million Euro betrogen worden sein.

Schwerer Betrug

Den insgesamt 14 Beschuldigten wird Betrug in besonders schwerem Fall vorgeworfen. Das berichtet die "Bild" unter Berufung auf einen Haftbefehl des Amtsgerichts Dresden. Die Betreiber der Seite sollen 477 gefälschte Profile weiblicher Nutzer erstellt haben, um männliche Kunden damit zu locken. Um in Kontakt mit den Frauen treten zu können, müssen Kunden zahlen. Wieviele Nutzer betroffen sind, ist nicht bekannt. Zwischen 14. Juni 2013 und 23. Juli 2014 soll laut Bericht ein Schaden von 1,183 Millionen Euro entstanden sein.

Die deutsche IT-Zeitschrift "c’t" hatte bereits im vergangenem September über Unregelmäßigkeiten bei Lovoo berichtet. Die Dokumente wurden den Journalisten von unbekannter Seite zugespielt. Das Portal hatte die Vorwürfe damals zurückgewiesen.

Stellungnahme von Lovoo

In einer Stellungnahme auf der Website heißt es aktuell: "Die LOVOO GmbH hat den Ermittlungsbehörden vollumfängliche Transparenz und Kooperation zugesichert. Aufgrund laufender Ermittlungen sind weitere detaillierte Angaben zurzeit nicht möglich. (red, 12.6.2016)

  • Die Vorwürfe gegen Lovoo wiegen schwer.
    screenshot: red

    Die Vorwürfe gegen Lovoo wiegen schwer.

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