Der Mann, der das Böse war

13. Juni 2016, 12:00
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Massenmörder Klaus Barbie im Interview

Mosel. Berlin. Lyon. Bolivien. Peru. Lyon. Das waren die Lebensstationen des Massenmörders Klaus Barbie. 1913 geboren, 1983 an Frankreich ausgeliefert und nach einigen Jahren zu lebenslanger Haft verurteilt, starb er 1991 im Gefängnis. Ab 1941/42 war er Gestapo-Chef von Lyon, einer der grausamsten deutschen Kriegsverbrecher. Ab 1945 untergetaucht, konnte er dank amerikanischer und westdeutscher Geheimdienste 1951 nach Bolivien fliehen. Und lebte dort als wohlhabender Unternehmer. Und auch als Ausbilder von Paramilitärs im Fach Sadismus & Folter und als Strippenzieher zwischen Militärjunta und Drogenkartellen.

Das Erschreckendste in diesem beeindruckenden biografischen Feature ist Barbie selbst, sind hier erstmals veröffentlichte O-Töne aus einem 14 Stunden langen Interview, das ein Journalist 1979 mit ihm führte. Sein hämisches Lachen, sein Zynismus, seine Reuelosigkeit, festgehalten in diesem einzigen bekannten Tondokument, sind mark- und beinerschütternd, sind kalter, reiner Horror. (Alexander Kluy, 11.6.2016)

  • Peter F. Müller, Leonhard Koppelmann, Michael Mueller, "Klaus Barbie". € 19,99 / 173 min. Audio-Verlag, München 2015
    foto: audio-verlag

    Peter F. Müller, Leonhard Koppelmann, Michael Mueller, "Klaus Barbie". € 19,99 / 173 min. Audio-Verlag, München 2015

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