Die Wunschvorstellung

Kolumne9. Juni 2016, 17:20
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Mögliches Szenario: Die Ungarn sind nervös, sie waren 44 Jahre bei keiner EM, wissen nicht, wie man sich verhält. Die Österreicher nützen das schamlos aus, gewinnen 2:0. Die Portugiesen, eigentlich die Favoriten der Gruppe F, haben einen gravierenden Ausfall zu beklagen. Cristiano Ronaldo reagiert allergisch auf sein neues Haargel, bekommt am ganzen Körper einen eitrigen Ausschlag, will sich so nicht der Öffentlichkeit präsentieren. Österreich siegt 1:0, Torschütze Florian Klein. Die Isländer sind tapfer, aber chancenlos. Die K.-o.-Phase verläuft insofern glücklich, als Deutschland, Frankreich und Spanien bereits ausgeschlossen sind, sie haben mehrmals gegen eine neue Regel verstoßen. Die Unterhosen waren anders gefärbt als die Dresshosen, da kennt die Uefa kein Pardon. Österreich trifft im Finale am 10. Juli in Paris auf Ungarn, das sich erstaunlicherweise gefangen hat. Im Elferschießen verwandelt Klein, wer sonst, den letzten Penalty.

Am 11. Juli werden die Helden auf dem Heldenplatz empfangen, Bundeskanzler Christian Kern freut sich über astronomische Umfragewerte, von sportlichen Erfolgen profitieren eben die Mächtigen.

H.-C. Strache schreibt auf Facebook: "Jetzt sind Arnautovic, Dragovic, Junuzovic und Almer echte Österreicher." Almer ist ein Tippfehler, Herbert Kickl erkennt und löscht den Irrtum. Außenminister Sebastian Kurz ist verhindert, er schaut sich Inseln an. 100.000 Fans feiern, Rainhard Fendrich singt, unter die Menge hat sich Karl Schranz gemischt. Es kann natürlich auch ganz anders kommen. (Christian Hackl, 9.6.2016)

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