Jihadismus: OLG Wien verkürzte Strafmaß für in Krems Verurteilten

9. Juni 2016, 16:13
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Freiheitsstrafe wurde um ein Jahr auf vier Jahre heruntergesetzt

Krems – Das Oberlandesgericht (OLG) Wien hat das Strafausmaß für einen im Juli 2015 in Krems verurteilten Jihadist von ursprünglich fünf auf vier Jahre heruntergesetzt, während die Berufung der Staatsanwaltschaft verworfen worden sei. Das teilte der Verteidiger des Tschetschenen, Wolfgang Blaschitz, der APA nach der Berufungsverhandlung am Donnerstag mit.

Der Prozess gegen den damals 30-Jährigen hatte im Jänner 2015 unter strengen Sicherheitsvorkehrungen begonnen. Er bekannte sich nicht schuldig und beteuerte bis zum letzten der drei Verhandlungstage, kein Terrorist zu sein. Er war Ende 2013 aus Syrien, wo er nach seinen Angaben Flüchtlingen helfen wollte, nach Österreich gekommen. Laut Anklage, die sich auf unzählige sichergestellte Dateien auf den Mobiltelefonen des Mannes stützte, habe er sich dort einer Untergruppe der Terrormiliz "Islamischer Staat" (IS) angeschlossen und eine Kampfausbildung absolviert. (APA, 9.6.2016)

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