Rekord-Teilnehmerfeld erfordert neuen Aufstiegs-Modus

Video9. Juni 2016, 15:42
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Auch die vier besten Gruppendritten ziehen ins Achtelfinale ein – Problem: Ergebnisabsprachen sind nicht auszuschließen

Wien – Die Aufstockung des Teilnehmerfeldes von 16 auf 24 Teams hat zu einem neuen Modus in der Gruppenphase der EM-Endrunde geführt. Statt vier gibt es nun sechs Gruppen mit je vier Teams. Die jeweils Ersten und Zweiten jeder Gruppe und die vier besten Dritten sind im neu eingeführten Achtelfinale dabei.

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Dadurch muss nach den letzten Spieltagen gerechnet werden. Möglicherweise muss der Dritte der Gruppe A nach seinem letzten Spiel am 19. Juni noch drei Tage warten, um sein EM-Schicksal zu erfahren, bis auch die Österreich-Gruppe F beendet ist. Dieser Modus, der auch bei den Weltmeisterschaften von 1986 bis 1994 zum Einsatz kam, wird kritisiert, weil eventuell Ergebnisabsprachen von zwei Teams möglich sind, die im letzten Gruppenspiel direkt aufeinandertreffen.

Altbekanntes Muster

Zunächst wird aber nach altbekanntem Muster die Platzierung in der Gruppe ermittelt. Die Kriterien: Punktezahl, direkter Vergleich (Punkte, Tordifferenz, erzielte Tore), Tordifferenz, erzielte Tore, Fair-Play-Verhalten, UEFA-Koeffizient. Sollte dennoch ein Patt vorherrschen, gibt es im Anschluss an das letzte Gruppenduell zwischen den beiden betreffenden Mannschaften ein Elfmeterschießen.

Um die vier glücklichen Dritten für das Achtelfinale zu bestimmen, sind im Quervergleich der sechs Gruppen folgende Werte ausschlaggebend: Punkte, Tordifferenz, erzielte Tore, Fair-Play-Verhalten, UEFA-Koeffizient.

51 Spiele

Ab dem Achtelfinale läuft die EM nach dem bekannten Modus mit K.o.-Spielen bis zum Finale. Bei Remis nach 90 Minuten gibt es eine Verlängerung, steht es auch nach 120 Minuten unentschieden, folgt wie üblich ein Elfmeterschießen. Mit insgesamt 51 Spielen ist die EM-Endrunde die größte in der UEFA-Geschichte. Die Premiere stieg im Jahr 1960. (APA, dpa, sid, red, 9.6.2016)

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