Kurden schneiden IS-Stadt von Versorgung aus Türkei ab

9. Juni 2016, 15:02
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Frankreich bestätigt Einsatz von Spezialkräften in Syrien

Paris – Ein von Kurden angeführtes Bündnis ist nah an die von der Terrormiliz Islamischer Staat (IS) kontrollierte Stadt Manbij in Nordsyrien vorgerückt. Die Stadt liegt nur rund 20 Kilometer von der syrisch-türkischen Grenze entfernt und ist ein strategisch wichtiger Rückzugsort für die IS-Jihadisten.

"Wir haben die Straße von Manbij nach Aleppo erreicht, vom Westen aus. (Es ist) die letzte Hauptstraße in die Stadt", sagte Sharfan Darwish, ein Sprecher des Militärbündnisses der Syrischen Demokratischen Kräfte (SDF). Dem Bündnis gehören auch arabische Syrer an und es wird vom US-Militär durch Luftschläge und Spezialkräfte unterstützt.

Nach Angaben des US-Zentralkommandos dient die geplante Befreiung der Stadt dazu, die Verbindung von Gebieten unter IS-Kontrolle zur türkischen Grenze abzuschneiden. Über Manbij reisen viele IS-Mitglieder nach Syrien ein.

Videos im Internet zeigten schwarze Rauchschwaden über Manbij. Bewohner sollen Reifen verbrannt haben, um Luftangriffe der US-Armee zu stören.

Die Kämpfe um die Stadt toben seit einigen Tagen auf das Heftigste. Seit Ende Mai wurden dabei mehr als 130 IS-Kämpfer, rund 30 Zivilisten und 21 SDF-Kräfte getötet, meldete die oppositionsnahe Syrische Beobachtungsstelle für Menschenrechte am Donnerstag.

Französische Unterstützung

Frankreich hat den Einsatz eigener Spezialkräfte im Bürgerkriegsland Syrien bestätigt. Französische Elitesoldaten würden die Kämpfer der Demokratischen Syrischen Kräfte (SDF), eines Zusammenschlusses gemäßigter kurdischer und arabischer Rebellen, bei der Offensive auf die nordsyrische Stadt Manbij "beraten", erfuhr die Nachrichtenagentur AFP am Donnerstag aus Kreisen des Verteidigungsministeriums.

Angaben zur Zahl der eingesetzten Soldaten wurden nicht gemacht. Bisher hatte Frankreich nur im Kampf gegen Jihadistenmiliz "Islamischer Staat" (IS) den Einsatz von Spezialeinheiten im Irak bestätigt. Dort sind rund 150 französische Elitesoldaten im Einsatz. (APA, 9.6.2016)

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