Wie das Gender-Problem der IT-Branche behoben werden könnte

9. Juni 2016, 14:43
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Intel-Managerin Diane Bryant hat zwei Ratschläge für die Branche

Die IT-Branche wird noch immer von Männern dominiert. Das zeigen nicht nur die Diversity-Berichte großer Unternehmen wie Facebook, Apple und Google, sondern auch Zahlen von Start-ups. Diane Bryant ist eine der wenigen weiblichen Ausnahmen im Top-Management. Die Executive Vice President und General Manager der Data Center Group bei Intel gilt als eine der mächtigsten Frauen der IT-Branche. Und sie hat Ratschläge, wie das Gender-Problem behoben werden könnte.

Fürsprecher und Spezialisierung

Beim KPMG Womens' Leadership Summit fand sie für den Zustand der Branche scharfe Worte, wie "Business Insider" berichtet. Es sei ein Verbrechen, dass Frauen zwar 50 Prozent der Bevölkerung und 57 Prozent der College-Studenten ausmachen, der Frauenanteil in der Tech-Industrie aber nur bei 23 Prozent liege. Wenn die Hälfte der Bevölkerung unterrepräsentiert ist, habe man ein echtes Problem beim Versuch Innovationen voranzutreiben.

Sie hat daher zwei Empfehlungen für die Branche, um das Ungleichgewicht zu beheben. Frauen müssten nicht nur Mentoren finden, die ihnen Ratschläge geben, sondern Fürsprecher, die auch mit ihrer eigenen Reputation für sie eintreten. Für Frauen gebe es Mentoring, für Männer Sponsoring, so Bryant.

Zudem rät sie Frauen, sich in ihrem Gebiet zu spezialisieren. Frauen würden dazu tendieren Generalistenrollen wie Projektmanagement zu übernehmen. Dabei sei es aber schwer sich von anderen abzuheben. Frauen sollten laut Bryant eine echte Expertise in ihrem Gebiet aufbauen, um später hervorstreichen zu können, was sie von anderen Managern unterscheide. (red, 9.6.2016)

  • Intel-Manager Diane Bryant gehört zu den mächtigsten Frauen der IT-Branche.
    foto: intel

    Intel-Manager Diane Bryant gehört zu den mächtigsten Frauen der IT-Branche.

  • Frauen sind in der IT-Branche noch immer unterrepräsentiert.
    foto: ap photo/eric risberg)

    Frauen sind in der IT-Branche noch immer unterrepräsentiert.

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