Kreditkarten-Zahlungen werden billiger

9. Juni 2016, 13:55
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EU-Kommission: Neue Vorschriften bringen transparentere Gestaltung der Kosten und Obergrenzen für Interbankenentgelte

Brüssel – Die Bankentgelte beim Bezahlen mit Kreditkarten werden niedriger. Die EU-Kommission lobte am Donnerstag die neu in Kraft getretenen Vorschriften, die Kunden durch eine transparente Gestaltung der Kosten von Zahlungen mit Kredit- oder Debitkarte in die Lage versetzen sollen, günstigere Lösungen zu wählen.

Bisher wählten die Kartenzahlungssysteme jene Marken aus, die ihnen das höchste Interbankenentgelt brachten. So biete eine Zahlungskarte häufig die Zahlungsmöglichkeiten von beispielsweise Bancontact oder Maestro an. Künftig kann der Kartenbesitzer selbst wählen, welche Marke die Zahlungen tätigen soll.

Außerdem gelten nunmehr Obergrenzen für Interbankenentgelte. Bisher habe wenig Klarheit über diese Entgelte geherrscht, erklärte die Kommission. Die Banken müssen künftig das Entgelt für jeden Zahlungsvorgang mitteilen.

EU-Wettbewerbskommissarin Margrethe Vestager sagte, mit den neuen Vorschriften komme es für Millionen europäische Konsumenten und Einzelhändler zu geringeren Kosten bei der Bezahlung mit Kreditkarten. Der für Finanzmarktstabilität zuständige Kommissar Jonathan Hill erklärte, Kartenzahlungen seien nun mit erheblich geringeren Kosten verbunden, und auch die Akzeptanz von Karten in der EU dürfte nun steigen. (APA, 9.6.2016)

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