Thiem in Stuttgart im Viertelfinale

9. Juni 2016, 12:50
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Österreichs Nummer eins feiert einen gelungenen Rasen-Einstand und besiegt den Australier Sam Groth in zwei Sätzen

Stuttgart – Dominic Thiem hat am Donnerstag in Stuttgart sein erstes Match als Top-Ten-Spieler gewonnen und steht im Viertelfinale. Der 22-Jährige, der als Nummer 3 gesetzt ist, rang den starken Aufschläger Sam Groth nach 1:31 Stunden mit 7:6 (3), 7:6 (2) nieder. Thiem hat damit auch einen erfolgreichen Start in die Rasensaison gefeiert.

Der Weltranglisten-Siebente, der vergangenen Freitag erst im Halbfinale der French Open am späteren Champion Novak Djokovic scheiterte, trifft nun am Freitag erstmals auf den Russen Michail Juschni.

Zufrieden

Thiem hat sich erstaunlich gut und schnell auf Rasen, bisher nicht gerade sein Lieblingsbelag, umgestellt. Das erste Rasenmatch der Saison gegen den australischen Aufschlag-Weltrekordler Groth war von vielen sehr kurzen Ballwechseln geprägt, Groth servierte nicht weniger als 21 Asse. "Vor allem auf Rasen ist es gegen ihn extrem schwer. Ich bin sehr zufrieden mit meiner Leistung. So einen Gegner kann man halt nicht oft breaken auf Rasen", sagte ein zufriedener Thiem. Das ganze Match war auf beiden Seiten ohne Break verlaufen, den einzigen Breakball fand Thiem bei 3:2 im zweiten Satz bei 30:40 vor, doch Groth servierte drei Asse in Folge zum 3:3.

Thiem hatte nach Paris zwei Tage Auszeit in Tirol genommen, ehe er den Fokus ganz auf die Rasensaison legte. "Wenn ich heute verloren hätte, dann hätte ich mich auch nicht beschweren dürfen. Zweimal Tiebreak, da kann immer alles passieren. Aber ich denke, dass es mit jedem Match mehr auf Rasen besser wird. Ich schaue Runde für Runde, es macht mir großen Spaß, und ich freue mich schon auf morgen."

Die Sache mit dem Rasen

In Sachen Fitness fühlt sich Thiem bestens, auch wenn er nach Roland Garros schon etwas müde war. "Rasen ist nicht anstrengend, es ist eine ganz andere Belastung. Ich weiß nicht, ob mein Puls heute einmal über 120 war. Es ist ganz anders, weil so viel von Aufschlag und Return abhängt. Da gibt es viele Games, wo man links, rechts geht."

Thiem hat nach Paris den "Zebra-Look" wieder abgelegt und spielte in einem schwarzen T-Shirt. "Ich bin schon ein bisserl traurig, weil ich so gut damit gespielt habe", gestand Thiem.

Gegen Juschni, der Sergej Stachowski mit 6:3, 7:6 (1) ausgeschaltet hat, geht Thiem wieder als Favorit ins Match. Setzt er sich durch, winkt ihm am Samstag ein neuerliches Duell mit einem Top-Ten-Spieler, diesmal dem Rasenspezialisten schlechthin: dem topgesetzten Schweizer Roger Federer.

Seine Saisonbilanz hat Thiem nun auf 42:11 Siege geschraubt, nach seinem insgesamt neunten Rasenmatch auf der Tour hat er nun den dritten Sieg zu Buche stehen. (APA, red, 9.6.2016)

  • Es geht auch auf Rasen.
    foto: apa/afp/thomas kienzle

    Es geht auch auf Rasen.

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