Architekturinstitutionen begrüßen Projektstopp am Wiener Heumarkt

9. Juni 2016, 10:10
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Offener Brief an Planungsstadträtin Vassilakou: Die "Nachdenkpause" sei eine Chance, die Bauhöhe zu reduzieren

Wien – In einem offenen Brief an die Wiener Vizebürgermeisterin und Planungsstadträtin Maria Vassilakou (Grüne) begrüßen mehrere Architekturinstitutionen "ausdrücklich" den Projektstopp und die "Nachdenkpause" zum Projekt der Wertinvest‐Group auf dem Areal des Hotels Intercontinental und des Eislaufvereins am Heumarkt. Unterzeichnet haben den am Donnerstag veröffentlichten Brief die Architektenkammer, die Österreichische Gesellschaft für Architektur, die IG Architektur, Docomomo Austria, Vorstandsvorsitzende und -mitglieder der Zentralvereinigung der Architekten sowie zahlreiche Architekten und Fachleute.

Die Entscheidung biete die Chance, "dem Projekt eine neue Richtung zu geben", heißt es in dem Brief. Vassilakou und die Stadtregierung sollten nun die "Prozessführerschaft übernehmen" – das gelte auch generell für die Frage künftiger Umwidmungen in Wien. Die "Baumassen- und Höhenvorstellungen" sollten "substanziell reduziert werden", um eine dem Ort und der Lage "im Stadtgefüge entsprechende Lösung" zu finden.

Die Projektverantwortlichen hatten die "Nachdenkpause" Ende Mai noch nicht als Projektende gedeutet. Man sehe die Entscheidung als einen zusätzlichen Arbeitsschritt vor der öffentlichen Auflage der Pläne, aber keineswegs als Aus für die Neugestaltung, teilte die Wertinvest Hotelbetriebs GmbH damals mit. (red, 9.6.2016)

  • So sollte der Turm nach letzten Plänen aussehen, dann wurde die "Nachdenkpause" verordnet.
    foto: isayweinfeld

    So sollte der Turm nach letzten Plänen aussehen, dann wurde die "Nachdenkpause" verordnet.

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