"Watch Dogs 2" enthüllt: Ein Hacker sieht Rot in San Francisco

9. Juni 2016, 09:26
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Fortsetzung verspricht riesige Spielwelt, viele Verbesserungen und nahtlosen Multiplayer

Ubisoft hat am Mittwochanbend "Watch Dogs 2" vorgestellt. Die Fortsetzung des 2014 erschienenen Open-World-Action-Games versetzt Spieler in die Rolle eines neuen Protagonisten namens Marcus Holloway, der eines Verbrechens beschuldigt wurde, das er nicht begangen hat. Gefangen in San Francisco und der Bay Area beschließt der junge Hacker daraufhin, Rache am System zu nehmen und sprichwörtlich die Lichter ausgehen zu lassen.

"Watch Dogs 2" wird von Ubisoft Montreal entwickelt und soll am 15. November für Windows-PC, PS4 und XBO auf den Markt kommen. Im Gegensatz zum ersten Teil wird es keine Portierungen für Wii U und die alte Konsolengeneration geben.

Rache am System

Die Hersteller versprechen, auf das vielfach kritische Feedback zum Original gehört zu haben und das Konzept nicht technisch, sondern auch inhaltlich weiterentwickelt zu haben. Die fiktionale Bay Area, die neben der Stadt San Francisco auch die Gebiete Silicon Valley, das Oakland-Viertel und Marin County, wobei die Spielwelt dynamisch auf die Aktionen des Spielers reagieren und "nachvollziehbare Problemstellungen" bieten soll.

Der Geschichte nach wurde die Stadt wurde erst kürzlich mit ctOS 2.0 ausgestattet, einem fortgeschrittenen Betriebssystem, das die Infrastruktur vernetzt. In den falschen Händen kann ctOS 2.0 dazu missbraucht werden, um in die Leben der Bewohner der Stadt einzudringen, sie zu kontrollieren und zu manipulieren. Eines der Opfer des Systems ist Marcus selbst. Der Hacker wird von Vorhersage-Algorithmen von ctOS 2.0 einer Straftat beschuldigt, die er nicht begangen hat. Marcus hat die Mission, das ctOS 2.0 für immer abzuschalten, wobei er sich dafür selbst diverser Technologien bedienen kann.

Hacken oder Ballern

Die Spieler hacken sich in die Infrastruktur der Stadt, können jede Person und deren verbundene Geräte manipulieren, um Kettenreaktionen auszulösen, heißt es in der Beschreibung. So übernimmt man die Kontrolle über Drohnen, Autos, Kräne oder Sicherheitsroboter und hat die freie Wahl, auf welche Art man Missionen erfüllt. Die gestellten Aufgaben können verdeckt durch Hacker-Fähigkeiten gemeistert werden, ohne einen einzigen Gegner zu töten. Alternativ kann man in einer aggressiveren Herangehensweise Waffengewalt anwenden.

"In der offenen Welt hacken sich Spieler ihren Weg durch den Verkehr, während sie sich Verfolgungsjagden durch die verschlungenen Straßen von San Francisco liefern. Sie überqueren die Dächer des farbenfrohen und lebendigen Oakland-Viertels und infiltrieren die hochmodernen Büroräume der High-Tech-Unternehmen im Silicon Valley", so die Entwickler.

Nahtlose Mehrspielererfahrung

Die Schauplätze wurden den realen Vorbildern weitestgehend nachempfunden. So findet man im virtuellen San Francisco zahlreiche Wahrzeichen der Stadt wie die Hochhäuser oder Fisherman’s Wharf wieder und Silicon Valley ist gefüllt mit Techies, Studenten und IT-Unternehmen. Die Missionen können in beliebiger Reihenfolge absolviert werden. Ziel ist es, eine Gefolgschaft aufzubauen und eine Revolution in Gang zu bringen, um das Überwachungssystem zu Fall zu bringen.

Die offene Spielwelt und manche der Missionen können online gemeinsam mit anderen Spielern erlebt werden, wobei es auch kompetitive Modi geben wird. Ubisoft verspricht dabei eine komplett nahtlose Integration des Multiplayers, ohne umständliche Menüs, Ladezeiten oder andere Barrieren. Neben Freunden, die direkt eingeladen werden, trifft man andere Menschen zufällig auf der Straße. Solche Aufeinandertreffen dürften der Beschreibung nach allerdings selten friedlicher Natur sein.

wirspielen
Video: Der erste Trailer zu "Watch Dogs 2".

Vorbesteller

Wie Üblich hat Ubisoft mit der Erstvorstellung eine Reihe von Vorbestellerboni und Sondereditionen bekanntgegeben. Zu den interessanteren Lockangeboten für Vorbesteller gehört eine zusätzliche Mission namens Zodiac-Killer. Darin ermordet ein Trittbrettfahrer des berüchtigten Zodiac-Killers Menschen und verspottet die Polizei mit verschlüsselten Nachrichten. Die Spieler müssen die Codes entschlüsseln und den Killer jagen, um die Mission zu beenden, um ein zusätzliches exklusives Outfit zu erhalten.

Abseits erster Screenshots und einzelner Videoschnipsel, haben die Hersteller noch wenig vom eigentlichen Spiel gezeigt. Der erste Trailer enthält ausschließlich vorgerenderte Szenen. Erste ausfühlichere Gameplay-Eindrücke werden für die Branchenmesse E3 kommende Woche erwartet. (zw, 9.6.2016)

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    bild: watch dogs 2
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