Sorge um Kern

Einserkastl8. Juni 2016, 17:46
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Nur Neuwahlen können Kern noch retten, meint das Beinahegratisblatt "Österreich"

Da kann einem schon momentan das Herz stillstehen: "Exkanzler Faymann beim Shoppen erwischt".

So die Schlagzeile von Österreich, dem Beinahegratisblatt. Wollte der Exkanzler im "Einkaufszentrum im Süden Wiens" vielleicht mit einem T-Shirt unter dem Sakko an der Kassa vorbei? Gott sei Dank nicht. Der "Austro-Obama" (Österreich seinerzeit) wurde nur von einer der neuen biblischen Plagen, nämlich einem Leser mit Fotohandy, abgepasst.

Dafür macht sich Österreich-Herausgeber Wolfgang Fellner verstärkt Sorgen um den neuen Kanzler Christian Kern: "Kern wirkt überfordert. Wirkt wie ein Anfänger oder Wählertäuscher." Nur Neuwahlen könnten Kern noch retten.

Denn der Neue und seine Minister vernachlässigten die Öffentlichkeit, schreibt Fellner in brennender Sorge: "Auch der Kanzler selbst ist vorwiegend 'abgetaucht'. Der neue SPÖ-Chef tritt – von den Fußballstars abgesehen – kaum auf, gibt kaum Interviews, präsentiert keine Projekte und Reformen, auf die ja alle warten, und tut (vorerst) das nicht, was er versprochen hat: Regierungsarbeit ankurbeln und endlich Reformen angehen."

Was tun? Fellner ist zu vornehm, um es zu erwähnen, aber wir ergänzen gern: Kern und Co müssten halt ihre Politik besser verkaufen. Und wie ginge das besser, als in der richtigen Zeitung Inserate zu buchen? Faymann hat da sicher Tipps für seinen Nachfolger. (Hans Rauscher, 8.6.2016)

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