Crowd soll für Immobilien ins Schwärmen kommen

9. Juni 2016, 05:30
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Crowdinvesting-Plattformen bieten verstärkt Immobilien als Anlageklasse an. Angesprochen werden Privatanleger

Wien – "So schnell in Immobilien investieren zu können, wie bei Amazon ein Buch zu kaufen": Die Zielsetzung war für Thomas Schneider von Anfang an klar. Er wollte die Welt der Immobilien-Profiinvestoren Privatanlegern schnell und einfach zugänglich machen. Dazu brachte er als Mitbegründer die Investment-Plattform Brickvest auf Schiene, die Anlegern auf Basis von Crowdfunding Immobilienprojekte zur Beteiligung anbietet. "Man sucht sich einen Deal aus, kann ab 1.000 Euro mit Eigenkapital einsteigen und ist am Erfolg beteiligt", erklärt Schneider das Konzept.

Bei den Projekten werden Immobilien zu einem Portfolio gebündelt, um dieses nach zumeist drei bis vier Jahren Behaltedauer an Großinvestoren wie Pensionskassen weiterzuveräußern. Dabei schließt sich Brickvest an einen Hauptinvestor mit einem Minderheitsanteil zwischen einem und 20 Prozent Anteil an. "Alle Deals sind schon ausfinanziert, und wir verkaufen davon eine Tranche", erläutert Schneider.

Gründer investiert selbst

Als Rendite dürften sich Anleger laut Schneider laufende Ausschüttungen von sechs Prozent erwarten, inklusive Ausstieg soll sie auf zwölf Prozent steigen. "Das ist hoch, aber das, was Profis auch verlangen." Dennoch weist Schneider auch auf Risiken wie eine mögliche Preiskorrektur bei Immobilien hin. An den Immobilien ist Brickvest nicht beteiligt, sondern verdient an Gebühren. "Aber ich als Gründer investiere in jeden Deal", betont Schneider.

Auch die Crowdfunding-Plattform Conda steigt nun ins Immobiliengeschäft ein. Der Fokus liegt dabei auf hochwertigen Immobilien, Investments sollen ab 100 Euro möglich sein. Wegen des Zinstiefs hält Conda-Vorstand Daniel Horak städtische Immobilien für eine attraktive Anlageform: "Mittelfristig möchten wir uns als wichtiger Player im Bereich der alternativen Anlageformen etablieren." (Alexander Hahn, 9.6.2016)

  • Zuletzt wurden dem Schwarm verstärkt Immobilien als Anlageobjekt auf Crowdinvesting-Plattformen angeboten.
    foto: apa/dpa/frank rumpenhorst

    Zuletzt wurden dem Schwarm verstärkt Immobilien als Anlageobjekt auf Crowdinvesting-Plattformen angeboten.

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