Sportschützen haben viel giftiges Blei im Blut

8. Juni 2016, 15:29
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Spitzenwerte von rund 500 Mikrogramm Blei pro Liter Blut wurden bei Sportschützen gemessen. Schon ab 250 Mikrogramm drohen akute Gesundheitsschäden

Sportschützen sind laut Studien oft stark mit dem giftigen Schwermetall Blei belastet. Forscher vom Klinikum der Universität München haben bei einzelnen Sportschützen Spitzenwerte von rund 500 Mikrogramm Blei pro Liter Blut gemessen.

Rudolf Schierl vom Institut für Arbeits, Sozial- und Umweltmedizin bestätigte am Mittwoch einen entsprechenden Bericht des Bayerischen Rundfunks. Der Sender berichtete weiter, schon ab einem Wert von 250 Mikrogramm Blei pro Liter Blut müsse laut Umweltbundesamt mit akuten Gesundheitsschäden gerechnet werden. Normal ist ein Wert von rund 30 Mikrogramm.

Eine bisher unveröffentlichte Untersuchung des Landesamtes für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit (LGL) in Erlangen ergab nach Angaben eines Behördensprechers, dass auch bei jugendlichen Schützen, die nur mit Luftdruckwaffen schießen dürfen, die Bleiwerte leicht erhöht sind.

Die Forscher raten daher, dass Sportschützen keine bleihaltige Munition mehr benutzen sollten. Außerdem sollten an den Schießständen effektive Lüftungsanlagen eingebaut werden. Kurzfristig könnten auch Atemmasken Schutz bieten. (APA, 8.6.2016)

  • Sportschützen sollten keine bleihaltige Munition mehr benutzen, kurzfristig könnten auch Atemmasken helfen.
    foto: apa/hans klaus techt

    Sportschützen sollten keine bleihaltige Munition mehr benutzen, kurzfristig könnten auch Atemmasken helfen.

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